Sanierung und Erweiterung abgeschlossen

Kneipp-Anlage an der Schongauer Lechuferstraße fertig

Kneippanlage Schongau Lechuferstraße
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Die Damen Irmgard Freimut (Seniorenbeirat), Barbara Karg (SPD) und Kornelia Funke (CSU) (v. links) trauten sich ins kalte Wasser. Die Mannsbilder Martin Blockhaus (Stadtbauamt), Marco Traxl, Guido Schneider (beide Bauhof), Falk Sluyterman (Bürgermeister) und Sebastian Dietrich (Stadtbaumeister) ließen ihnen lieber den Vortritt.
  • VonRasso Schorer
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Schongau – Die Tage, an denen der Sinn nach Abkühlung steht, werden weniger, die wasserführenden Teile der Kneippanlage an der Lechuferstraße schon wieder eingewintert. Doch auch so zeigt sich: Die Sanierung samt Erweiterung hat einiges bewirkt.  

200 Jahre wäre Sebastian Kneipp 2021 alt geworden. Schongau bewarb sich für eine im Zuge dessen in Bayern aufgelegte Förderung und bekam den Zuschlag. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen, die Schongauer und ihre Gäste – zum Beispiel vom nahegelegenen Wohnmobilstellplatz – können sich fortan wieder an der Anlage erfreuen.

Das Wassertretbecken wurde hergerichtet. Neu sind auch ein Armtauchbecken, das für Rollstuhlfahrer unterfahrbar ist, eine mit Rollator zu erreichende Wasserrinne, eine Balancierstation und mehrere Sitz- und Liegemöglichkeiten. Outdoorschach kann wieder gespielt werden, der Schlüssel für die Figuren ist im Plantsch hinterlegt. All das entstand in enger Absprache mit Kneipp-Expertin und Stadträtin Marianne Porsche-Rohrer sowie der Rolliwelten-Vorsitzenden Tine Kuisl, die viele Tipps zum Thema Barrierefreiheit einbrachte.

Auf zirka 50.000 Euro belaufen sich die Kosten. Rund 20.000 bis 30.000 erbrachte dabei der städtische Bauhof, der in Eigenleistung alle Erd-, Pflaster- und Schreinerarbeiten umsetzte. Der Rest, für Schlosser- und Natursteinarbeiten, ging an Schongauer Firmen. „Dass die komplette Wertschöpfungskette bei der Stadt liegt, hat man nicht mehr so oft“, schildert Stadtbaumeister Sebastian Dietrich den Ablauf, den Lieferschwierigkeiten zeitlich aber zurückwarfen.

Dem Bauhof, der zuletzt wegen ausfallender Veranstaltungen entsprechende Kapazitäten frei hatte, habe es Spaß gemacht, sich hier einzubringen, erklärt Leiter Guido Schneider. Entsprechend groß ist das Unverständnis darüber, dass es an der neuen Anlage bereits zu Vorfällen von Vandalismus kam. „Gerade ist es in der ganzen Stadt fürchterlich“, fasst Schneider zusammen.

Dabei könnte es gerade an dieser Stelle, wo das Wasser von den Kalkterrassen in Richtung Lech hinabfließt und in der Kneippanlage quasi nur eine Zwischen­etappe einlegt, so idyllisch sein, findet Bürgermeister Falk Sluyterman: „Ein schöner Ort“, dessen Aufwertung und Neugestaltung auch erklärtes Ziel im ISEK ist. Das darin ebenfalls formulierte Ziel, die Sicht auf den Lech an dieser Stelle zu verbessern, sei Gegenstand laufender Absprachen mit dem Wasserwirtschaftsamt. „Ich hoffe, dass wir das heuer hinbekommen.“

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