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Knorrs Verabschiedung, Kurz‘ Einführung in Herzogsägmühle

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Von: Rasso Schorer

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Herzogsägmühle Knorr Kurz
1.682 Dinge brauche Andreas Kurz (links) als Geschäftsführer, gab ihm Wilfried Knorr (rechts) auf den Weg: 1.680 Mitarbeiter, Gottes Segen – und den Generalschlüssel. © Herold

Herzogsägmühle – Mit Gottesdienst, Stehempfang und musikalischem Ausstand ist der langjährige Direktor und Geschäftsführer der Diakonie Herzogsägmühle Wilfried Knorr am Montag in den Ruhestand verabschiedet worden. Gleichzeitig wurde Andreas Kurz eingeführt; er übernimmt gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Andrea Betz und Hans Rock die Geschäftsführung.

„Sollen wir jetzt klatschen?“, fragte Pfarrer Dirk Wollenweber in die Martinskirche hinein. Das Gotteshaus war rappelvoll und der „ganz schön große Haufen“ an Menschen, die gekommen waren, folgte dieser Aufforderung noch lange nicht zum letzten Mal: Mal sitzend, mal stehend spendete die Festgemeinde Applaus.

„Du hast hier vieles verändert“, wandte Wollenweber sich an Knorr und zog ihm das „Sakko der Verantwortung“ aus. „Du bist jetzt frei.“ Was beibehalten, was verändert, welcher Ton in Herzogsägmühle fortan gepflegt wird, das entscheide jetzt der neue Geschäftsführer.

„Sie werden manches anders machen, Sie werden Ihren Weg gehen“, war sich Aufsichtsratvorsitzender Peter Gleue in Kurz‘ Richtung sicher. Überzeugt sei er auch davon: „I.R.“ bedeute im Falle Knorrs nicht „in Rente“, sondern „in Reichweite“.

Keine Selbstbeweihräucherung, kein Selberkleinmachen – das habe Knorr verkörpert, erklärte Vorstand Rock. Dem Wunsch nach einem kurzen schlichten Adieu könne er angesichts dessen Verdiensten (wir berichteten) aber nur schwerlich nachkommen. Der letzte Direktor der Diakonie Herzog­sägmühle – diesen Posten wird es fortan nicht mehr geben – habe blitzgescheites Verstehen, punktgenaues Formulieren und eine mitreißende Art in sich vereint. Zusammengefasst: eine beherzte Tüchtigkeit. Knorrs Abschied sei kein Schluss-, sondern ein Doppelpunkt – es gehe weiter.

„Wir befinden uns in einer herausfordernden und krisengebeutelten Zeit“, fasste Vorständin Betz zusammen. „Immer mehr Menschen benötigen unsere professionelle Unterstützung“, immer mehr Menschen gelte es eine Stimme zu geben. An Kurz richtete sie: „Wir brauchen deine Tatkraft und deine Leidenschaft“.

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