Kommandoübergabe in Altenstadt

Abschied von der "schönsten Kaserne Deutschlands"

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Die Übergabe ist vollzogen (von links): Altkommandeur Oberstleutnant Roland Pietzsch, der stellvertretende Kommandeur der Unteroffizierschule des Heeres Oberst Michael Stuber und der neue Kommandeur Oberstleutnant Robert Badstübner.
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Kommandoübergabe in Altenstadt: Oberstleutnant Roland Pietzsch verlässt die Kaserne - Oberstleutnant Robert Badstübner übernimmt.
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Kommandoübergabe in Altenstadt: Oberstleutnant Roland Pietzsch verlässt die Kaserne - Oberstleutnant Robert Badstübner übernimmt.
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Kommandoübergabe in Altenstadt: Oberstleutnant Roland Pietzsch verlässt die Kaserne - Oberstleutnant Robert Badstübner übernimmt.
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Kommandoübergabe in Altenstadt: Oberstleutnant Roland Pietzsch verlässt die Kaserne - Oberstleutnant Robert Badstübner übernimmt.
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Kommandoübergabe in Altenstadt: Oberstleutnant Roland Pietzsch verlässt die Kaserne - Oberstleutnant Robert Badstübner übernimmt.
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Kommandoübergabe in Altenstadt: Oberstleutnant Roland Pietzsch verlässt die Kaserne - Oberstleutnant Robert Badstübner übernimmt.
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Kommandoübergabe in Altenstadt: Oberstleutnant Roland Pietzsch verlässt die Kaserne - Oberstleutnant Robert Badstübner übernimmt.

Altenstadt – Ein letztes Mal „Bozener Bergsteigermarsch“ für den scheidenden Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillons 3 in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne Altenstadt: Im Rahmen eines kleinen, aber beeindruckenden Festaktes übergab am vergangenen Donnerstag Oberstleutnant Roland Pietzsch sein Kommando an Oberstleutnant Robert Badstübner. Nach dreijähriger Führung durch seinen Vorgänger übernimmt nun der aus Idar-Oberstein stammende Badstübner und mit ihm – den Worten Oberst Michael Stuber zufolge – ein „Artillerist mit Leib und Seele“.

Wie schon beim letztmaligen Vereidigungsappell unter seiner Ägide Ende Juli dieses Jahres sollte sich Oberstleutnant Roland Pietzsch auch im Rahmen seiner Kommandoübergabe an Oberstleutnant Robert Badstübner den Bozener Marsch wünschen – eine Bitte, die man dem scheidenden Kommandeur gerne bewilligte und vom Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter der Stabführung von Oberstleutnant Karl Kriner präsentiert wurde. Dass es sich für Pietzsch an diesem Donnerstag um einen großen Moment handelte, wurde allen Anwesenden durch die klaren, aber bewegenden Worte des Oberstleutnants deutlich gemacht, der gleichzeitig seinen aufrichtigen Dank an das Bataillon richtete für die Zeit, „in der ich Sie führen durfte“. Gleichzeitig bekräftigte er, dass es etwas sehr Besonderes sei, Bataillonskommandeur und Standort­ältester in Altenstadt gewesen zu sein. Denn alles an diesem Standort sei etwas Besonderes, die Zusammenarbeit, die Fusion aller, die an dieser Zusammenarbeit beteiligt seien. Auch politisch habe sich Pietzsch immer „hervorragend unterstützt“ gefühlt – und das an der „schönsten Kaserne Deutschlands“.

Noch einmal legte Oberstleutnant Roland Pietzsch das Augenmerk auf die Kameradschaft der Soldaten untereinander, deren „Zusammenhalt als Optimum“ er sich vorher niemals hätte ausmalen können. Nach einem Dank auch an die beteiligten Veteranenvereine und den Volksbund der Kriegsgräberfürsorge sagte Pietzsch, „Soldat in Bayern zu sein, bedeutet Staatsbürger in seiner besten Form – sprich: in Uniform“. Dass er seinem Nachfolger keine rückwirkende Belehrung („da hatte ich drei Jahre Zeit dafür“) zukommen lassen wolle, auch das sei für Roland Pietzsch gesetzt. Nur eines wolle er Badstübner mit auf den Weg geben: Er könne ein einsatzbereites, leistungsfähiges und gefestigtes Bataillon übergeben, welches nach vorne sieht auf große Herausforderungen und unter den Rahmenbedingungen, dass die Feldwebel­ausbildung derzeit geprüft und wohl sicher geändert werden wird. „Ich appelliere an Sie Soldaten, diese Leistungsfähigkeit nach außen darzustellen“, sagte Pietzsch. Mit den Worten „Damit melde ich mich ab“ endete schließlich die dreijährige Zeit des Oberleutnants an der Kaserne Altenstadt.

Welchen Eindruck sein Wirken in Altenstadt hinterlassen wird, das konnte Roland Pietzsch anschließend den Worten des stellvertretenden Kommandeurs der Unteroffizierschule des Heeres, Oberst Michael Stuber, entnehmen. Nach etlichen begrüßenden Worten und Danksagungen auch in Richtung Albert Hadersbeck als Bürgermeister der Garnisonsgemeinde Altenstadt richtete Stuber das Wort an den scheidenden Roland Pietzsch. Er habe ihn, so der Oberst, als einen Kommandeur kennengelernt, der „durch Leidenschaft in der Sache, Engagement, Eigenständigkeit und Sachlichkeit geprägt ist“. Weiter unterstrich Stuber die Aussicht auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Pietzsch an dessen neuer Dienststelle am Deutschen Anteil beim Hauptquartier der United States Army in Europe.

Eine Ehrensalve mit drei Salutschüssen und die vom Gebirgsmusikkorps interpretierte Nationalhymne beendeten schließlich den Übergabeappell. Eine Ehrenrunde gab’s dennoch für Oberstleutnant Robert Pietzsch: Im Fond des Militärfahrzeugs „Wolf“ und unter den Klängen des Songs „Wake me up“ von Avicii fuhr der „Kommandeur alt“, wie es im Übergabeprotokoll zu lesen war, an der Front der zum Kommandoappell angetretenen Truppen vorbei. 

Regine Pätz

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