Jahrespressegespräch der Krankenhaus GmbH:

Zentren im Fokus

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Rück- und Ausblick in der Krankenhaus GmbH: Geschäftsführer Thomas Lippmann, Vorsitzende des Aufsichtsrates Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Ärztlicher Direktor Dr. Wilhelm Fischer (v. links) vor der neugestalteten Schongauer Notaufnahme.

Schongau – Wer das Schongauer Krankenhaus betritt, dem fällt sofort die neueste Veränderung auf: Direkt im Eingangsbereich befindet sich jetzt die neugestaltete Notaufnahme. Aber auch im Weilheimer Haus stehen einige Veränderungen an. Diese erläuterten Geschäftsführer Thomas Lippmann, Aufsichtsratsvorsitzende Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Ärztlicher Direktor Dr. Wilhelm Fischer in einem Jahrespressegespräch.

Wenn es um das Thema Krankenhaus geht, kommt man derzeit auch um das Thema Geburtshilfe nicht herum. In Schongau konnte dieser Bereich mit der Schaffung einer Hauptabteilung zum 1. Februar weiter stabilisiert werden. Rund 50 Kinder erblicken pro Monat in der Lechstadt das Licht der Welt. Doch ohne vorhandene Neugeborenen-Intensivstation sieht Geschäftsführer Thomas Lippmann auch die Geburtshilfe in Gefahr. Eine mögliche Kooperation mit dem Klinikum in Landsberg (der Kreisbote berichtete) steht also weiterhin im Raum.

Erklärtes Ziel bleibe es dennoch, auch die Geburtshilfe in Weilheim wieder zu eröffnen, betonen Geschäftsführer sowie Aufsichtsratsvorsitzende Landrätin Andrea Jochner-Weiß. „Es war schmerzlich, die Geburtshilfe in Weilheim vorübergehend schließen zu müssen“, betont dazu Jochner-Weiß. Jedoch mangelt es hinten und vorne an Fachpersonal in diesem Bereich. Schongau laufe zwar hervorragend, dennoch brauche man auch hier weitere Fachärzte, so die Aufsichtsratsvorsitzende. Der Markt allerdings ist leer.

Die Geburtshilfe allein machte im vergangenen Jahr ein Defizit von rund einer Million Euro. Insgesamt fährt die Krankenhaus GmbH mit beiden Häusern ein Defizit von fünf bis sechs Millionen Euro ein, was Lippmann jedoch eher als „Investition in die Zukunft“ sehen will. Trotz großer Investitionen – man beschäftigt nun 20 Prozent mehr Ärzte als noch vor vier Jahren und baut in Weilheim neu – ist das Defizit in den vergangenen Jahren annähernd gleich geblieben.

Für das Jahr 2018 steht das Thema Zentrenbildung im Fokus der Krankenhaus GmbH, wie Lippmann erklärt. Derzeit befinden sich beispielsweise ein Lungenzentrum sowie ein Bauch- und Darmzentrum im Aufbau. Außerdem wird das Leistungsspektrum um eine Palliativmedizinische Versorgung an beiden Standorten erweitert werden. Zudem wird es, laut dem Geschäftsführer, ein sehr anspruchsvolles Jahr, da die extremste Bauphase in Weilheim anstehe. Die drei neuen OP-Säle sollen im Mai fertiggestellt und in Betrieb genommen, ein vierter OP-Saal soll Ende des Jahres aktiviert werden. Anlässlich der Eröffnung der neuen OP-Räume in Weilheim wird es einen Tag der offenen Tür am 5. Mai in Weilheim und am 20. Oktober in Schongau geben.

Auch am Schwesternwohnheim in Schongau müsse dringend etwas passieren, deuteten die Verantwortlichen an. Wann und in welcher Form das Gebäude aus den 1970er Jahren neu gestaltet werden soll, sei indes noch völlig offen. 

Astrid Neumann

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