Keine Ausnahme:

Wer wenn nicht die Sparkasse?

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Ein neues Schild muss her: Anstelle der „Kreissparkasse“ müsste dort nach der Fusion nun „Sparkasse Oberland“ stehen. Aber so, wie die Bank vorgeschlagen hat, darf es nicht sein.

Schongau – Auch die Sparkasse muss sich an die Werbesatzung-Altstadt halten. Die Bank wollte in der Münzstraße einen neuen Schriftzug anbringen. Da dieser aber von der Satzung der Stadt über Außenwerbung abweicht, war der Bau- und Umweltausschuss dagegen.

Seit der Fusion der Vereinigten Sparkassen Weilheim und der Kreissparkasse Schongau Anfang des Jahres ist der Schriftzug über dem Gebäude in der Münzstraße nicht mehr richtig. Denn seitdem müsste dort „Sparkasse Oberland“ stehen. Zunächst hatte die Verwaltung vorgeschlagen, der Abweichung von der Werbesatzung zuzustimmen. Doch die Gremiums-Mitglieder waren damit nicht einverstanden. Das Argument: „Von wem, wenn nicht von der Sparkasse können wir das verlangen?“, so Ilona Böse (SPD). Auch Michael Eberle (CSU) plädierte dafür, die Satzung einzuhalten. Immerhin gehe es um die Repräsentation in der Altstadt. Optisch befinde sich das geplante Werbeschild auf „ganz niedrigem Niveau“, fügte Böse noch hinzu.

Keine Abweichung

Geplant war eigentlich eine silberne Trägerplatte, auf der sich Einzelbuchstaben befinden. Die Buchstaben sind rund 25 Zentimeter hoch. Da es kein individuell gefertigtes Metallschild ist, die Buchstaben keinen seitlichen Abstand von 20 Zentimetern zum Schilderrand und fünf Zentimetern vom oberen und unteren Rand haben, wäre eine Abweichung von der Satzung erforderlich geworden, wie Michael Wölfle vom städtischen Bauamt im Bau- und Umweltausschuss schilderte. Da die Werbeanlage sich insgesamt aber in die Fassadengestaltung einfüge, hat die Verwaltung vorgeschlagen, der Abweichung zuzustimmen.

Doch die Einwände der Gremiums-Mitglieder führten dazu, dass der Beschluss geändert wurde. So wurde einstimmig beschlossen, keine Ausnahme von der Werbesatzung zu machen.

Astrid Neumann

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