Das Kreuz mit der Reklame

Im ehemaligen Lechkurier-Gebäude wollen Tedi und NKD jeweils eine Filiale eröffnen. Foto: Peters

Und täglich grüßt das Murmeltier: Schon wieder hat sich der Bauausschuss der Stadt Schongau in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema Werbeanlagen im Gewerbegebiet beschäftigen müssen.

Beantragt hatte eine solche die Tedi GmbH, die mit einem Ein-Euro-Laden in das ehemalige Gebäude des Lechkuriers an der Bernbeurener Straße zieht. Auch NKD will dort eine neue Filiale eröffnen. Doch wie schon in den vergangenen Sitzungen bei ähnlichen Fällen bereitete den Räten auch diesmal die geplante Größe des Werbepylons Kopfzerbrechen. Vier Meter hoch soll dieser werden, was laut Bebauungsplan nicht zulässig sei, erklärte Stadtbaumeister Ulrich Knecht. Genauso wenig übrigens wie die Lage außerhalb der Baugrenze sowie die Innenbeleuchtung. Mit den letzten beiden Abweichungen konnte sich Ulrich allerdings anfreunden, da es sich ja um ein Gewerbegebiet handle. Helmut Schmidbauer (CSU) wunderte sich darüber, wo der Pylon Platz finden solle, da an der geplanten Stelle schon eine andere Werbetafel stehe. Darum müssten sich die Unternehmen selbst kümmern, erklärte Michael Wölfle vom Stadtbauamt. Knecht schlug vor, die Werbeanlage zu genehmigen unter der Bedingung, dass sie eine Höhe von drei Metern nicht überschreite. Allerdings wies er darauf hin, dass das Landratsamt eine solche Einschränkung jüngst für rechtswidrig erklärt habe. Dabei ging es um eine Werbetafel, die die Firma Schwarz gegenüber von Aldi errichten wollte und die der Bauausschuss unlängst mit Hinweis auf die Höhenüberschreitung abgelehnt hatte. Begründet habe das Landratsamt sein Veto damit, dass, wenn der Discounter einen Werbepylon von fünf Meter Höhe errichten dürfe, dies auch anderen Firmen nicht verboten werden könne. Bei der Genehmigung dürfe auch keine Rolle spielen, ob es sich beim Betreiber um eine ortsfremde Firma handle oder nicht. Allerdings hat Aldi laut Knecht mittlerweile darauf verzichtet, seinen Werbepylon wieder aufzustellen, nachdem der Stadt aufgefallen war, dass dieser gar nicht ordnungsgemäß beantragt worden war und seinen Abbau angeordnet hatte. Stattdessen wolle der Discounter nun nur noch zwei kleine Hinweisschilder neben der Einfahrt errichten, erklärte Knecht. Aus diesem Grund sehe das Landratsamt nun auch kein Problem, die Höhenbegrenzung für den Werbepylon an der Bernbeurener Straße zu billigen. Das Gremium stimmte dem Antrag der Tedi GmbH gegen zwei Stimmen zu. Keine Einwände gab es gegen die von Aldi beantragten Hinweisschilder. „Das ist eine gute Lösung“, fand Schmidbauer. Man müsse nur aufpassen, dass die Schilder den Autofahrern nicht die Sicht nehmen. Knecht sicherte zu, darauf zu achten: „Wir gehen soweit zurück, dass das Sichtdreieck frei bleibt.“

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