1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Schongau

Kultusminister Michael Piazolo zu Besuch in der Grundschule Altenstadt

Erstellt:

Von: Astrid Neumann

Kommentare

Piazolo Grundschule Altenstadt Kultusminister
Schauten den Kindern beim Lernen über die Schulter: Ministerialrätin Maria Wilhelm, Altenstadts Bürgermeister Andreas Kögl, Kultusminister Michael Piazolo sowie MdL Susann Enders (v. links). © Neumann

Altenstadt – Hohen Besuch erwartete die Grundschule Altenstadt am Mittwoch vergangener Woche. Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo kam, um die „Profilschule Inklusion“ zu besichtigen. 

Begrüßt wurde der Kultusminister von den Klassen 1/2 a und c mit einem Lied. Schulleiterin der Grundschule Anja Mroß stellte kurz das Konzept und die Zusammenarbeit mit der Schönach-Schule vor. Die beiden Schulen befinden sich in einem Gebäude, seit 2016 haben beide Schulen das „Profil Inklusion“.

Das „bunte Miteinander“, wie Schulleiterin Mroß es bezeichnete, zeigten die Schüler dem Kultusminister selbst. Es sei wichtig, dass alle Kinder mit dabei sind, so das Fazit der Schüler. „Jeder ist gleich wichtig“, stellten sie gegenüber Piazolo klar. Sei es bei Aktionen wie dem Maibaum­aufstellen, dem Sicherheitstag, Bogenschießen, Zirkusprojekt oder bei der Taschenwerkstatt. Auch die gemeinsame Pizza oder der gemeinsame Leberkäs dürfen im Schulalltag nicht fehlen.

Gestartet wird immer in Kombiklassen. Die älteren Schüler helfen so den jüngeren beim Lernen. Aber auch zwischen den Schulen gibt es diverse Projekte, bei denen gegenseitiges Helfen groß geschrieben wird. „Wir sind ein großes Team, das für Inklusion lebt“, fasste die stellvertretende Schulleiterin Sigune Echter zusammen.

Derzeit besuchen 108 Schüler in fünf Klassen die Grundschule Altenstadt. Zehn davon haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Auch zwei ukrainische Schülerinnen gehen mittlerweile auf die Schule an der Schönach.

Susann Enders, Mitglied des Landtags sowie unter anderem auch Sprecherin für Soziales, Familie und Barrierefreiheit und zudem Behindertenbeauftragte in Weilheim, lernte bei einem Treffen der Behindertenbeauftragten im Landkreis die Altenstadter Schule kennen. „Grundschule und Förderschule sind hier gar nicht mehr zu unterscheiden“, sagte sie beim Termin. Da sei ihr klar geworden: „Dieses Projekt muss man ganz oben kennen“ und so lud sie den Kultusminister nach Altenstadt ein.

Nach dem Besuch eines Bilderbuchprojektes der Klasse 1/2 b gemeinsam mit der 4. Klasse der Schönachschule, ging es für den Kultusminister in die 4. Klasse der Grundschule. Hier stand alles unter dem Motto „Lernen mit Ferdinand“, einem Schüler mit Down-Syndrom. Für die Viertklässler ist es ganz normal, dass Ferdinands Schulbegleiterin mit in der Klasse sitzt. „Mit ihm wird es nie langweilig, er ist sehr witzig“, so die einhellige Meinung der Kinder.

Auch eine ukrainische Schülerin ist vor kurzem dazugestoßen. Dass sie zwar schon viel Deutsch versteht, aber noch nicht wirklich gut sprechen kann, ist für die Viertklässler auch kein Problem. „Ein bisschen Englisch können wir ja alle.“

Auch interessant

Kommentare