380 Kunden weltweit – IHK-Gremium besichtigt das UPM-Werk in Schongau

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ANTON JUNGWIRTH; Schongau – In regelmäßigen Abständen tagt das IHK-Gremium Landsberg-Weilheim-Schongau. Diesmal fanden sich Vertreter der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern sowie einige Geschäftsleute im Schongauer UPM-Werk ein. Von großem Interesse waren dabei der Produktionsablauf der Papierfabrik, deren Struktur sowie das Thema Verkehr, denn das Unternehmen unterhalb der Altstadt wird täglich von einer Armada von Lastwagen angefahren. Ist hier eine Entlastung zu erwarten? Zahlen konnte Werkleiter Winfried Schaur den anwesenden Gästen, unter ihnen auch die Gremiumsvorsitzende Heidrun Brugger, darlegen: „Unsere 380 Kunden befinden sich rund um den Globus. In dem Schongauer Werk, das 1887 für die Faserproduktion Augsburg gegründet wurde und in dem 1905 die erste Papiermaschine lief, können wir auf ein kontinuierliches Wachstum verweisen.“ In der Tat: 535 Mitarbeiter arbeiten derzeit im Schichtdienst im Werk. 41 junge Leute befinden sich dort in Ausbildung. Die Produktionskapazität beläuft sich auf 750000 Tonnen Rollendruckpapiere jährlich. Der jährliche Umsatz beträgt 422 Millionen Euro, wobei von 1998 bis 2008 rund 200 Millionen Euro an Investitionen getätigt wurden – ein weiteres Zeichen für die hochkarätige Produktionsstätte in Schongau. Die Instandhaltungskosten schlagen jährlich mit 20 Millionen Euro zu Buche. Ein Werksrundgang war für die Besucher und den ehemaligen Haindl-Miteigentümer Fritz Holzhey, der das Werk im Jahre 2001 an UPM-Kymmene verkaufte, interessant. Täglich werden 2000 Tonnen Altpapier und Hackschnitzel weiter verarbeitet. Doch die müssen erstmal nach Schongau gebracht werden: „90 Prozent der angelieferten Produktionsstoffe kommen mit dem Lkw und zehn Prozent mit der Bahn. 80 Prozent wiederum verlassen das Werk auf der Straße“, wusste Schaur. Für den Abtransport auf der Schiene ist die Augsburger Localbahn zuständig und für viele Schongauer wäre es ein Segen, wenn mehr Papier über die Schiene statt über die Straße abtransportiert werden könnte. Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl berichtete, dass das im Norden der Lechstadt angedachte Gewerbegebiet, das eine Größe von 110 Hektar haben wird, bereits konkretere Formen angenommen habe. „Alle Träger öffentlicher Belange haben ihre Zustimmung signalisiert und der Flächennutzungsplan konnte bereits geändert werden“, sagte Gerbl.

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