Lärmschutz-Anforderungen zu groß

Peitinger Basili-Wiese wird kein Baugebiet

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Die Basili-Wiese bleibt eben das – eine Wiese. Aus den angedachten 48 Bauparzellen, zwei Flächen für Geschosswohnungsbau sowie Gemeinbedarfsflächen wird nichts.

Peiting – Nun steht es fest: Das Bebauungsplanverfahren für das Gebiet der Basili-Wiese in Peiting ist eingestellt. Diese Entscheidung traf der Marktgemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am Dienstag vorvergangener Woche. Das Problem des Lärmschutzes hat dem jahrelangen Hin und Her damit ein endgültiges Ende bereitet.

Dass die Mehrheit des Marktgemeinderats keine Aussicht mehr auf ein Gelingen des Bebauungsplanverfahrens sieht, liegt an den für die Realisierung des Vorhabens zwingend erforderlichen Immissionsschutzmaßnahmen. So schildert es das Rathaus in einer Pressemitteilung.

„Wie bereits bekannt, wäre für die Umsetzung des Vorhabens – neben den Maßnahmen der architektonischen Selbsthilfe wie zum Beispiel der Ausrichtung der Gebäude, Auflagen bezüglich Situierung der Wohn- und Schlafräume auf der lärmabgewandten Gebäudeseite, etc. – auch die Errichtung einer zirka 230 Meter langen Lärmschutzwand im Wellenfreibad erforderlich geworden.“ Diese hätte dabei zwischen zwei und drei Meter hoch sein müssen.

Aufgrund der wechselnden Höhenlagen innerhalb und außerhalb des Bades am vorbeiführenden Weg wäre diese Wand stellenweise sehr sichtbar gewesen. Um sie zu errichten, hätte ferner der Baum- und Buschbestand an der westlichen Grundstücksgrenze des Bades arg gelitten. Die Kosten zur Errichtung der begrünten Lärmschutzwand hätten sich auf insgesamt rund 370.000 Euro belaufen – spätere Kosten für Unterhalt und dergleichen noch nicht mitgerechnet.

Deutliche Mehrheit

Bei einer Ortsbegehung sei die deutliche Mehrheit des Marktgemeinderats, die dann in der nichtöffentlichen Sitzung gegen eine Fortführung des Bebauungsplanverfahrens stimmte, zu der Überzeugung gelangt, das Vorhaben nicht weiter umsetzen zu wollen. Entstehende Wandhöhen und die Eingriffe in den Bestand des Bades hätten zu allzu gravierenden Problemen geführt. „Die Nachteile und Beeinträchtigungen, die mit der Errichtung der Lärmschutzwand insbesondere für das Wellenfreibad verbunden sind, überwiegen, aus Sicht des Marktgemeinderates, die möglichen Vorteile.“

Insgesamt etwa 48 Bauparzellen, zwei Flächen für Geschosswohnungsbau sowie Gemeinbedarfsflächen waren angedacht. Der Markt Peiting bedaure es sehr, dass die genannten Gründe gegen eine Fortführung des Bebauungsplanverfahren stehen. „Neben dem Umstand, dass das Angebot an Wohnbauland für die zahlreichen Bauinteressenten erhöht worden wäre, schmerzt die Gemeinde insbesondere der Wegfall der vorgesehenen Gemeinbedarfsfläche, die dringend für öffentliche Zwecke benötigt worden wäre“, heißt es in der Pressemitteilung. Für die bis dato erforderlichen Fachplanungen und Gutachten sind der Gemeinde beretis Kosten in Höhe von rund 100.000 Euro entstanden.

kb

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