Bürgerversammlung in Hohenfurch

Überblick von Bürgermeister Vogelsgesang

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Bürgermeister Guntram Vogelsgesang informiert die Senioren der Gemeinde Hohenfurch bei einem eigens angesetzten Termin zu aktuellen kommunalen Themen des Ortes.

Hohenfurch – Nach der letztwöchigen Bürgerversammlung der Gemeinde Hohenfurch waren, mittlerweile nach vielen Jahren zur Tradition geworden, wenige Tage danach die Senioren des Ortes zu einer eigenen Bürgerversammlung eingeladen. Bürgermeister Guntram Vogelsgesang freute sich darüber, an diesem Tag rund 25 ältere Einwohner seiner Gemeinde im Pfarrheim willkommen heißen zu dürfen. Der Einladung zwei Tage zuvor in den Gasthof Negele waren mit etwa 50 Teilnehmern gerade einmal die doppelte Anzahl jüngerer Bürger gefolgt.

Wie auch in den zurückliegenden Jahren hatten mehrere Damen aus der Vorstandschaft des Frauenvereins mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt. Vor dem Genuss jedoch standen zahlreiche Informationen des Bürgermeisters zur Gemeinde und zum Gemeindeleben, die vollständig gleichen Inhalts wie die Bürgerversammlung zwei Tage zuvor waren.

Gleich zu Beginn seiner umfangreichen Erläuterungen ging Bürgermeister Guntram Vogelsgesang auf den Schuldenstand der Gemeinde ein. Belief sich dieser noch zum Jahresbeginn auf 729.000 Euro, so ist ein Schuldenabbau mittels Tilgung und Sondertilgung auf 494.000 Euro zum Jahresende avisiert. Unter Zugrundelegung der Anzahl von knapp über 1.700 Gemeindeeinwohner bedeutet dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 300 Euro. Nicht ganz ohne Stolz führte Vogelsgesang an, dass die Gemeinde mit dieser Summe weit unter dem Landesdurchschnitt liege.

Mit seinen Hinweisen zum planerischen Abschluss des Baugebiets Moosfeld sowie dem Abschluss der Straßenbauarbeiten in der Welfenstraße und im Gewerbegebiet Nord verdeutlichte er den Teilnehmern die laufenden Anforderungen, mit denen sich die Gemeinde in diesem Sektor befasst. Insgesamt aber nehme die Bautätigkeit in der Gemeinde nach Höchstständen von 30 und mehr in den Jahren 2014, 2016 und 2017 wieder ab, stellte er fest. So seien unter Berücksichtigung einer dreifachen Bauantragstellung im Jahr 2018 gerade einmal 19 Bautätigkeiten durchgeführt worden.

Strenger Winter

Zu den Ausführungen des Bürgermeisters gehörte auch ein Rückblick auf den vergangenen Winter und den damit verbundenen Winterdienst auf den 16 Kilometern in kommunaler Hand befindlicher Straßen. Zum Teil mussten die großen Schneemengen sogar mit Radladern entsorgt werden. Die Gemeinde sah sich dennoch mit zahlreichen Beschwerden konfrontiert, weil unter anderem Einfahrten durch den Räumdienst zugeschoben worden waren. Für Erheiterung bei den Teilnehmern sorgte die Anmerkung, dass einige Bürger versucht hätten, den Winterdienst mit Trinkgeldern zu bestechen. Diese Versuche seien selbstverständlich ohne Erfolg geblieben, da der Räumdienst gar keine zeitlichen Reserven für Sonderwünsche gehabt hätte.

Ungeteilte Zustimmung zu diesem Thema fand Guntram Vogelsgesang bei den Senioren mit seiner Feststellung, dass man zu früheren Zeiten die Tagesaktivitäten auf die jeweiligen Wetterbedingungen abgestimmt habe, heute aber jeder unter allen Umständen auch das machen wolle, was er oder sie sich einmal vorgenommen habe.

Spielplatz für alle

Zum Thema Wald hob Guntram Vogelsgesang die gute Zusammenarbeit mit Försterin Silvia Thien hervor und verwies auf die zahlreichen Aktivitäten der Gemeinde bei der Anlage von Wild-Blumenwiesen. Mit großem Interesse folgten die Teilnehmer den Ausführungen des Bürgermeisters, als er beim Thema Spielplatz Unterdorf auch Überlegungen zur Anlage eines Generationenspielplatzes mit Übungsgeräten nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene und Senioren anführte.

Positiv dürfte auch die Information angekommen sein, dass die Gemeinde aus dem Stiftungsvermögen der Bürgerstiftung in diesem Jahr 500 Euro ausschütten wird. Diese Summe wird gemäß dem Beschluss des Stiftungsrates für die LED-Beleuchtung der Weihnachtsmarkthütten auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt der Gemeinde verwendet. Vom dortigen Erlös sollen dann neue Hütten für die Vereine gekauft werden.

Zu den wenigen negativen Feststellungen des Bürgermeisters gehörte, dass die Gemeinde trotz allen Bemühungen bei der Suche nach einem dauerhaften Standort für einen Festplatz und für den Bauhof bisher nicht fündig geworden ist. So lange die Nullzinspolitik der Banken andauert, wird wohl für die Eigentümer der Verkauf möglicher Flächen unattraktiv bleiben und die Gemeinde dieses Problem nur schwerlich lösen können.

Gaufest und DSL

Die weiteren Ausführungen des Bürgermeisters beinhalteten den Abschluss der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Beleuchtung, die Kiesgrube der Gemeinde und das im kommenden Jahr stattfindende Trachtengaufest mit der hierfür erbetenen Unterstützung des Trachtenvereins.

Zudem informierte er über Vorgaben zur Gestaltung des Friedhofs, zu Baumaßnahmen und zur Mittagsbetreuung in der Schule, zum Kindergarten bzw. Kinderkrippe, zum Thema Breitband/DSL und der hierbei positiv beschiedenen Erschließung von sechs unversorgten Gebäuden sowie zum vorgesehenen Glasfaseranschluss der Grundschule mit Förderschule. Dass die Anschaffung von komplett neuer Bekleidung für die Angehörigen der Feuerwehr im Wert von 40.000 Euro die Gemeinde 10.000 Euro günstiger kam als zunächst im Gemeindehaushalt veranschlagt, dürften die Senioren ebenso positiv registriert haben, wie die Informationen zum Hochwasserschutz und zum Wasserschutzgebiet.

Insgesamt dürften die Hohenfurcher Senioren ihre Teilnahme an der Senioren-Bürgerversammlung kaum bereut haben. Konnten sie doch nach rund 90 Minuten auf einen informativen und zudem äußerst kurzweiligen Vortrag ihres Bürgermeisters zurückblicken. Und Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gab es im Anschluss dann ja auch noch.

mel

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