Landkreis-Umfrage zur Kindertagesbetreuung:

Was wünschen sich Eltern?

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Interessieren sich für die Wünsche der Eltern: Claudia Sam-Doess von der Jugendhilfeplanung und der Leiter des Amtes für Jugend und Familie Jürgen Wachtler.

Landkreis – Einen Überblick über den Bedarf an Kinderbetreuung im Landkreis will sich nun das Landratsamt verschaffen. Um Klarheit zu gewinnen, werden jetzt rund 11.500 Fragebögen verschickt. Sie gehen an alle Eltern von 0- bis 14-jährigen Kindern. Von Seiten des Landratsamtes erhofft man sich eine hohe Beteiligung an der Umfrage.

Die Wünsche der Eltern zu Kindertagesbetreuung bekomme man einfach nur über eine Befragung raus, ist Jugendamtsleiter Jügen Wachtler überzeugt. Gemeinsam mit Claudia Sam-Doess von der Jugendhilfeplanung zeichnet er für die Umfrageaktion verantwortlich. Zum ersten Mal wird der Landkreis so eine Bedarfsplanung für alle 34 Gemeinden erstellen. Bisher hat dafür jede Gemeinde einzeln gesorgt. „Als Landkreis ist es uns möglich, ein einheitliches Verfahren zu verwenden und so einen breiteren Personenkreis anzusprechen“, so der Jugendamtsleiter.

Eltern von unter Dreijährigen erhalten den Fragebogen per Post, alle anderen durch den jeweiligen Kindergarten, Schule oder Hort. Die Bögen sollen klären, welche Wünsche die Eltern an die Tagesbetreuung ihres Kindes haben. Zum Beispiel soll ermittelt werden, welcher Umfang der Betreuung gewünscht ist, ob das Kind einen speziellen Förderbedarf hat oder ob ein Betreuungsplatz lieber am Wohnort oder am Arbeitsort gewünscht ist, erklärt Sam-Doess. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig und anonym.

Seit gut einem Jahr sind Sam-Doess und Wachtler bereits mit der Fragebogen-Aktion beschäftigt. Das Institut SAGS aus Augsburg wird mit der Auswertung und Analyse beauftragt. Gleichzeitig waren die Bürgermeister der Gemeinden aufgefordert, eine Bevölkerungsprognose ihres Ortes abzugeben. Sie wurden befragt, wie sie die Entwicklung bis 2023 einschätzen. „Dieser Aufwand geht nur mit den Städten und Gemeinden zusammen“, so Wachtler. „Aber alle machen mit“, zeigen sich die beiden Landratsamtsmitarbeiter erfreut.

Jetzt müssen sich zunächst die Eltern an der Aktion beteiligen. 20 bis 30 Prozent Rücklauf wären ausreichend, um einen umfassenden Überblick zu erhalten. „Wir hoffen natürlich auf so viel wie möglich“, so Wachtler. „Das ist eine Chance für die Eltern, ihre Meinung zu äußern.“ Um auf die Umfrage aufmerksam zu machen, sollen in vielen Einrichtungen Plakate angebracht werden.

Die rückläufigen Bögen werden im Anschluss an das Institut SAGS weitergeleitet und dort analysiert und ausgewertet. Erste Ergebnisse erwarte man im Frühjahr 2019.

Künftig soll eine solche Erhebung im drei-Jahres-Turnus erfolgen. Das erste Mal sei natürlich immer ein besonders großer Aufwand. Die folgenden Male wisse man dann ja schon, wie es geht, sind die beiden überzeugt. Außerdem habe man auch auf Erfahrungen anderer Landkreise, die eine solche Umfrage schon durchgeführt haben, aufbauen und davon profitieren können. Insgesamt liegen die Kosten für das Projekt – ohne Personal – bei rund 20.000 bis 25.000 Euro. 

Astrid Neumann

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