Landkreisgrenze verschoben – Vermessungsamt: Grenzen entsprechen nicht den Vorschriften

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MANUELA SCHMID; Peiting/Apfeldorf – Die Grenze, die zwischen den Landkreisen Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech verläuft, wird voraussichtlich verändert. Der betroffene Bereich liegt am Klafthof, also an der Grenze zwischen dem Peitinger Ortsteil Birkland und der Gemeinde Apfeldorf. An dieser Stelle beabsichtigen die beiden Gemeinden Peiting und Apfeldorf die Grenzlinien zwischen ihren beiden Kommunen – und damit auch automatisch die Landkreisgrenzen – zu verschieben. Sowohl der Peitinger Marktgemeinderat als auch das Apfeldorfer Ratsgremium haben dem Vorhaben in ihren jeweiligen Sitzungen bereits zugestimmt. Den Antrag auf die veränderte Grenzziehung hatte die Marktgemeinde Peiting gestellt. Daraufhin stimmte Apfeldorf zu, den betroffenen Bereich westlich des Klafthofs, wo auch der Weg vom Anwesen Schilcher zum Klafthof verläuft, an Peiting abzutreten. Damit würde die Grenzlinie entlang des Weges etwa 20 Meter nach Osten rutschen. Der Weg würde dann komplett an die Marktgemeinde Peiting fallen, die künftig auch für den Unterhalt zuständig ist. Mit dieser Tatsache hat Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple kein Problem, „denn der Weg ist ja bereits von Peiting ausgebaut worden“, stellte Epple fest. Für die abgegebenen Flächen soll die Gemeinde Apfeldorf von Peiting Ausgleichsflächen bekommen. Voraussichtlich soll Peiting als Ausgleichsfläche einen rund 120 Meter langen und zehn Meter breiten Streifen südlich des Klafthofs abgeben. Hinsichtlich der Grenzänderung hat sich die Marktgemeinde Peiting auf Hinweis und Anregung des Vermessungsamtes Landsberg am Lech mit der Gemeinde Apfeldorf in Verbindung gesetzt, wie der Peitinger Marktgeschäftsstellenleiter Stefan Kort dem KREISBOTEN mitteilte. Das Vermessungsamt Landsberg gab die Auskunft, dass durch die Vermessung des Straßenausbaus im Bereich Klafthof die Grenzen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprächen, erklärte Kort. „Diese Regelungen besagen unter anderem, dass die Grenzen auch in der Natur erkennbar sein sollen“, so der Marktgeschäftsstellenleiter. Die kommunalen Grenzen seien demnach grundsätzlich nur in solche Flurstücksgrenzen zu legen, die durch eine besondere Grenzeinrichtung (Abmarkung, Zaun, Grenzgraben usw.) oder durch die Art der Flurstücksnutzung dauerhaft augenfällig gekennzeichnet sind. Die bisherigen Grenzen liegen hingegen, wie der Apfeldorfer Bürgermeister Epple es ausdrückte, „irgendwo im Nirvana“.

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