"Müssen mit Mutifunktionalität klarkommen"

Die Dauerbrenner am Schongauer-Lido

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Der Lido ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Parkplatzsituation wird da mitunter zum Ärgernis.

Schongau – Das Schongauer Lechfloß, dessen Fahrten zwischen Juli und September viele Gäste anlocken, hat nicht nur uneingeschränkte Befürworter. Dass es während seiner Zeit an Land und darüber hinaus Einbußen an Liegefläche am Schongauer Lido bedinge, bemängelte ALS-Stadträtin Bettina Buresch am Dienstag im Bauausschuss.

Liegt das Floß auf der Wiese – das ist von Oktober bis Mai der Fall – verschärfe es die Platzknappheit unter den Sonnenanbetern. Ist es im Wasser, sei sein vormaliger Standort durch Holzreste verschmutzt oder schlicht zu matschig, um dort sein Handtuch auszubreiten. So der Standpunkt Bureschs.

Ihr Anliegen: Der Liegeplatz sei umgehend zu reinigen, sobald das Floß zu Wasser gelassen wird. Danach gelte es, robusten und rasch wachsenden Rasen anzusäen. Oder noch besser: Eine andere Floß-Fläche zu ermitteln, vorzugsweise am gegenüberliegenden Ufer.

„Es gibt definitiv keinen anderen Platz“, zerstreute Bürgermeister Falk Sluyterman diese Hoffnung. Alle derartige Optionen seien geprüft und verworfen worden. Sein Wunsch sei, das Floß länger im Wasser zu lassen. Das mache aber nur Sinn, wenn in diesem Zeitraum auch Fahrten angeboten werden dürften – dem stehen Auflagen des Landratsamts entgegen.

Martin Schwarz (SPD) schlug vor, den Floß-Liegeplatz aufzukiesen. Sluyterman versprach, diese und weitere Ideen mit Stadtgärtner Klaus Thien zu erörtern. „Der Lido ist eine naturbelassene, große Fläche, mit deren Multifunktionalität wir klarkommen müssen.“ Dazu gehöre, auch entgegenlaufende Interessen abzustimmen.

Dass das Floß momentan schon deutlich näher am Wasser auf seinen Einsatz warte, als letztes Jahr, führte Kornelia Funke (CSU) an. Mit dem Liegeplatz für Badegäste sei also sparsamer umgegangen worden.

Wenig Hoffnung auf eine Verbesserung machte Sluyterman indes bei einem anderen Lido-Thema: Angesichts der Parkproblematik bemühe sich die Stadt, Flächen zu bekommen – bisher vergebens, der Eigentümer lehne ab. „Wir probieren es aber weiter“, so der Bürgermeister. „Die Gefahr ist erkannt aber noch nicht gebannt.“ Überhaupt sei generell diskutabel, inwieweit weitere kostenlose Parkplätze sinnvoll sind. „Wir wollen ja, dass die Schongauer Bevölkerung mit dem Radl kommt und sie nicht zum Autofahren animieren.“ 

ras

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