Zugunfall in Schongau:

Zug prallt auf Lkw

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Zug gegen Sattelauflieger: Am Dienstag gegen 16.10 kam es bei der UPM-Werkseinfahrt zu einer Kollision. 18 Personen wurden bei dem Aufprall verletzt.

Schongau – Am gestrigen Dienstag ist es auf der Friedrich-Haindl-Straße bei der dortigen Papierfabrik zu einer Kollision zwischen einem Lkw-Anhänger und einem Zug der Bayerischen Regiobahn gekommen. 18 Personen wurden bei dem Aufprall verletzt, die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden.

Gegen 16.10 Uhr fuhr ein rumänischer Lkw mit Sattelauflieger, welcher mit Altpapier beladen war, bei UPM auf die Gleise. Offensichtlich missachtete beziehungsweise übersah der 44-jährige bulgarische Fahrer das Rotlicht am dortigen Bahnübergang. Der Regionalzug, welcher kurz zuvor aus dem Bahnhof Schongau in Richtung Weilheim ausfuhr, prallte in den Sattelauflieger, welcher sich noch auf den Schienen befand.

Im Zug, welcher mit 88 Personen besetzt war, wurden nach dem jetzigen Ermittlungsstand 17 Fahrgäste und der Zugführer leicht verletzt. 16 Personen wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die unverletzten Personen wurden zunächst in einem Gebäude der Papierfabrik untergebracht und setzten anschließend ihre Fahrt mit dem eingerichteten Schienenersatzverkehr bzw. privat fort. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Der Sattelauflieger wurde, nachdem er vor Ort entladen wurde, von einer Spezialfirma abgeschleppt. Der Zug konnte selbstständig in den Bahnhof Schongau zurückfahren. Der Sachschaden am Sattelauflieger und am Triebwagen beläuft sich, laut Polizeihauptkommissar Herbert Kieweg, auf rund 120.000 Euro.

Neben der Polizei waren 112 Einsatzkräfte der Feuerwehren Schongau, Peiting, Altenstadt, Herzogsägmühle, Hohenpeißenberg, der Kreisbrandinspektion, der Werksfeuerwehr, 52 Kräfte des Rettungsdienstes, das THW sowie der Notfallmanager der Bahn im Einsatz.

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