Für Peitinger Praktikanten:

Mehr Geld für Kita-Praktika

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In Penzberg wird ein Kita-Praktikum mit 800, in München mit 1.000 Euro vergütet. Peiting liegt im Vergleich weit dahinter, zog nun aber nach.

Peiting – Für Jugendliche, die während ihrer Ausbildung an einer Fachakademie ein Praktikum in einer Kindertagesstätte in Peiting oder Birkland machen, wird die Vergütung angehoben. Ab Juni sind es im Monat 450 Euro und damit 50 Euro mehr als bisher beim Vorpraktikum. Im zweiten Modul des sozialpädagogischen Seminars sind es dann 500 Euro.

Die Marktgemeinderäte haben der Anhebung zugestimmt. Zuvor war es zu einer Diskussion gekommen, nachdem Thomas Elste (Grüne) darauf hingewiesen hatte, dass in Penzberg als Vergütung für so ein Praktikum 800 Euro bezahlt werden und in München sogar tausend Euro. Er regte einen höheren Satz an.

Die jungen Leute, fand Elste, seien keinesfalls als Hilfskräfte zu sehen, sondern „absolut vergleichbar“ mit Arbeitskräften im erzieherischen Bereich. Alex Zila (SPD) pflichtete bei: „Sie machen eine super Arbeit und werden mit wenig Geld abgespeist.“ Auch Michael Deibler (CSU) vertrat diese Meinung.

Während Gemeinderat Gerhard Heiß es bei einem Vergleich für angezeigt hielt, die Vergütung in München „außen vor zu lassen“, weil dort auch die Lebenshaltungskosten viel höher seien, befand Bürgermeister Michael Asam schließlich: „Penz­berg stimmt mich nachdenklich“.

Ein Betrag von 800 Euro sei im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden im Landkreis Weilheim-Schongau „exorbitant hoch“, fuhr der Rathaus­chef fort. Er werde dieses Thema der Vergütung für Praktikanten bei der Dienstbesprechung der Bürgermeister beziehungsweise beim interkommunalen Dialog (Schongau/Peiting/Altenstadt) aufs Tapet bringen. Norbert Merk (CSU) meinte nur, es wäre schön, wenn beim Stichwort Vergütung eine Solidarität im Landkreis da wäre und sich die Städte und Gemeinden einig würden.

Nähe vor Geldbeutel?

Stefan Kort, der geschäftsleitende Beamte, merkte an, „wichtiger als ein Hunderter mehr oder weniger“ sei, dass wohnortnah Praktikumsplätze angeboten werden. Der wesentliche Aspekt sei doch eher, was die Frauen und Männer mal in Zukunft in ihrem erzieherischen Beruf verdienen.

Der Markt Peiting beschäftigt derzeit zwei Vorpraktikantinnen im Kindergarten am Rathaus beziehungsweise im Kindergarten Birkland. In den Einrichtungen und im Rathaus heißt es, sie erbrächten gute Arbeitsleistungen und würden das Personal in den Betreuungseinrichtungen spürbar entlasten. Andererseits leistet der Markt Peiting somit seinen Beitrag, um der fortdauernden Knappheit im Berufsfeld der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen entgegenzuwirken. 

Johannes Jais

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