Areal südlich der Bahnhofstraße

Städtebaulicher Vertrag in Peiting unter Dach und Fach

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Noch einmal sind in den Bebauungsplan für das große Wohnquartier an der Bahnhofstraße kleine Änderungen aufgenommen worden. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt z.B. auf der Ostseite an der Ferdinand-Reber-Straße.

Peiting – Es war eine zähe Geschichte, aber jetzt ist er unter Dach und Fach: der städtebauliche Vertrag, den die Marktgemeinde Peiting und die Firma Haseitl Bau aus Schongau schließen. Er ist die Grundlage dafür, dass mit dem großen Wohnbau-Projekt auf dem ehemaligen Bundeswehrdepot südlich des Bahnhofs begonnen werden kann.

Wie Bürgermeister Michael Asam auf Nachfrage des Kreisboten berichtete, haben die Gemeinderäte in der Sitzung am Dienstagabend den städtebaulichen Vertrag einstimmig gebilligt. Der Notartermin war kurz vor Ostern angesetzt.

Weil es aber beim Bebauungsplan, der in öffentlicher Beratung erneut behandelt wurde, einige kleine Änderungen gab, muss er ein weiteres Mal ausgelegt werden. So haben Bürger ebenso wie Träger öffentlicher Belange (Behörden und Verbände) zwei Wochen lang die Möglichkeit, ihre Bedenken bzw. Einwände zu den geänderten Passsagen vorzubringen.

Bürgermeister Asam geht davon aus, dass in der Sitzung Ende April der Satzungsbeschluss zu dem Bebauungsplan mit dem Namen „Bahnhof Ost Teil 1“ getroffen wird. Dann können die Arbeiten losgehen. Teil eins heißt es deswegen, weil der nördliche Bereich – zwischen Straße und Bahnhof – später in einem eigenen zweiten Abschnitt entwickelt wird.

Das ganze Prozedere bis zum Abschluss des städtebaulichen Vertrages geht nun schon seit dem Jahr 2015. Bürgermeister Michael Asam sprach in der letzten Sitzung von einer „langwierigen Geschichte“.

Rede und Antwort standen im Gremium noch einmal Architekt Rudolf Schlamberger aus Augsburg und der Geschäftsführer des Unternehmens Haseitl Bau aus Schongau, Peter Schrehardt. Die Anfrage von Gemeinderat Christian Lory, warum denn die Abfahrt zur Tiefgarage um 90 Grad gedreht werde, begründete Schlamberger damit, dass bei der bisherigen Planung der Grenzwert bei den Lärmemissionen nicht eingehalten werden kann.

Ein weiteres Detail, das nun genau geregelt ist, bezieht sich auf die Müllhäuschen. Diese werden zusammen mit dem Abstellplatz für Räder in Buchten an der Bahnhofstraße platziert. Im Klartext heißt dies: Müllautos entleeren Tonnen und Container auf der Ferdinand-Reber-Straße im Osten und an der Bahnhofstraße; sie fahren aber nicht in die Mitte des großen Wohnquartiers ein. Dies bleibt Feuerwehr und Rettungswagen vorbehalten.

Gemeinderat Herbert Salzmann fragte nach, wie das mit dem Bereitstellen der Mülltonnen bei den Reihenhäusern und Stadthäusern im Süden des Quartiers funktioniere. Dort wird es genauso gehandhabt wie bei der großen Wohnanlage. Dies hat die Hausverwaltung zu regeln. Silvia Ruhfass-Bückle erkundigte sich, wo auf dem Gelände ein Spielplatz vorhanden ist. Architekt Schlamberger gab ihr zur Antwort, dass der gesamte Innenhof mit den begrünten Flächen über der Tiefgarage als Quartier fürs Spielen gedacht sei.

70 Wohnungen

Auf dem 1,4 Hektar großen Areal, wo sich früher das Bundeswehrdepot befand, entstehen in einem großen Baukörper entlang der Bahnhofstraße und in zwei Seitenflügeln 70 Wohnungen. Davon sollen 52 Einheiten für den sozialen Wohnungsbau bestimmt sein. Hinzu kommen 18 Wohnungen, die verkauft werden. Auf der Südseite sollen acht Reihenhäuser sowie sechs moderne Stadthäuser errichtet werden. Parken können die Mieter und Eigentümer in der großen Tiefgarage und auf Stellflächen an der Ostseite bzw. Westseite des Quartiers. 

jj

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