Letzte Details geklärt

So sollen die Einfahrt und der Vorplatz der Schongauer Dreifachhalle bald aussehen. Links im Vordergrund die Relief-Stelen. Grafik: Eger & Partner

Schön ist sie, die neue Dreifachhalle am Schongauer Schulzentrum, darüber sind sich Sportler wie Verantwortliche einig. Weniger anschaulich dagegen präsentiert sich Besuchern nach wie vor das Gelände rund um das im vergangenen September eingeweihte Gebäude. Doch jetzt scheint das Ende der Tristesse endlich in Sicht. In der jüngsten Stadtratssitzung wurden letzte Details zur geplanten neuen Außenanlage vorgestellt.

Eigentlich hatte man sich bei der Stadt frühzeitig mit der Neugestaltung beschäftigt, doch als Landschaftsplaner Franz-Josef Eger 2010 die ersten Pläne vorlegte, stockte den Stadträten ob der prognostizierten Kosten der Atem. 581000 Euro standen damals im Raum, eine kleinere Lösung mit 30 statt 50 Parkplätzen sollte immer noch rund 471000 Euro kosten. Zu viel für die klamme Stadt, weshalb das Vorhaben erst einmal zurückgestellt wurde. Schuld an den hohen Kosten trügen die schwierigen örtlichen Gegebenheiten, erinnerte Stadtbaumeister Ulrich Knecht in der jüngsten Stadtratssitzung, denn unter der Dreifachhalle und dem Umfeld erstreckt sich eine riesige Bunkeranlage des ehemaligen Hilfskrankenhauses. Vor einem Jahr entschied sich das Gremium schließlich für eine nochmals abgespecktere Variante, die nur noch 23 Parkplätze an der Halle vorsieht und 230000 Euro kosten sollte. Diese Summe wird nun allerdings nicht ausreichen. Schuld daran tragen unter anderem Probleme mit der Statik. „Wir müssen die unter dem Vorplatz liegenden Räume der Bunkeranlage mit Flüssigbeton verfüllen, um die nötige Stabilität zu bekommen“, verkündete Eger das Ergebnis jüngster Untersuchungen. Dafür müssen Lüftungsschlitze geschlossen werden, um den Beton am rauslaufen zu hindern. Auf dem Vorplatz sollen zudem die Lüftungsaufbauten zurückgebaut werden, um mehr Platz zu schaffen. Außerdem wird das marode Geländer erneuert. Allein diese Maßnahmen schlagen mit 50000 Euro zu Buche. Hinzu kommen 40000 Euro für das Kunstwerk von Fritz Brosig, die in der Ursprungsrechnung nicht enthalten waren. Die Reliefs, die bis zum Neubau am Eingang der alten Halle prangten, sollen in kleinerer Form auf zwei Stelen an der Zufahrt zur Halle zurückkehren. Weichen muss in der überarbeiteten Planung auch die Hecke entlang des Weges an der Südostseite, um diesen für Rettungsfahrzeuge auf vier Meter verbreitern zu können. Einer rollstuhlfahrergerechte Rampe entlang der Treppe, wie sie Armin Schleich (SPD) für Notfälle anregte, erteilte Knecht in diesem Zusammenhang eine Absage. Dies sei baulich nicht zu schaffen, erklärte er. „Außerdem ist der Versammlungsplatz vor dem Notausgang groß genug.“ Neu ist auch, dass ein Zaun die Außensportanlage begrenzen soll. Dies habe der TSV Schongau gefordert, um den Eintritt besser überwachen zu können, sagte Knecht, der zuerst gegen das Vorhaben war, dann aber doch einlenkte. Ansonsten bleibt die im vergangenen Jahr vorgestellte Planung großteils bestehen. Vor dem Haupteingang soll „ein Platz zum Relaxen“ (Eger) entstehen mit Sitzpodest und Bäumen. Autos sollen hier durch einen Poller außen vor bleiben. Dieser könne aber wenn nötig entfernt werden, erläuterte der Landschaftsplaner, dann könnten auch Busse direkt bis vor die Halle fahren. Die Parkplätze vor den Notausgängen fallen weg – eine Forderung der Feuerwehr – weshalb die Gesamtzahl der Stellplätze auf nur mehr 16 sinkt. Auf der Südost-Seite der Halle ist ein Aufenthaltsplatz für die Sportler geplant, ebenfalls mit Sitzgelegenheiten, Bäumen und Blick auf das Fußballfeld. Auf rund 420000 Euro schätzte Knecht die Gesamtkosten aller Maßnahmen. „Ganz schön massiv“ fand dies Stephan Hild (UWV), der vor allem die wenigen Stellplätze kritisierte. „Wir sollten das Geld jetzt in die Hand nehmen“, forderte dagegen Peter Blüml (CSU). Dem stimmte auch Robert Bohrer (SPD) prinzipiell zu, forderte allerdings, bei der folgenden Abstimmung über die Umsetzung des Kunstwerks separat zu entscheiden. „Kunst ist nun mal Geschmackssache und mir gefällt es einfach nicht“, begründete er. Wie das Votum zeigte, stand der SPD-Fraktionschef damit zwar nicht allein, doch fünf Gegenstimmen reichten nicht, um die Stelen zu Fall zu bringen. Die vorgestellte Planung der Außenanlage genehmigte das Gremium einstimmig. Bis der Beschluss umgesetzt ist, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Ursprünglich habe man vorgehabt, noch im September mit der Umsetzung zu beginnen, „doch das werden wir nicht schaffen“, sagte Knecht. Die aktuelle Planung sehe nun vor, die nötigen Arbeiten im Herbst auszuschreiben, damit im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden könne.

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