Letzter Feinschliff an Schongaus Dreifachturnhalle

Über insgesamt 27 Änderungswünsche und Anregungen von Interessensträgern, Vereinen und Verbänden hatte der Stadtrat bei der Dreifachturnhalle zu beschließen. Manko an der Sache: Die Kosten für das Projekt steigen weiter und übersteigen inzwischen die fünf Millionen-Schwelle.

Für Tibor Sroka ist die Dreifachturnhalle kein Buch mit sieben Siegeln, denn der stellvertretende Stadtbaumeister ist für die gesamte Planung verantwortlich. Über zu wenig Arbeit indes kann er sich nicht beklagen, denn 27 Anregungen von Beteiligten mussten von ihm vorbereitet werden, die anschließend im Stadtrat beraten und zum Teil auch beschlossen wurden. Eine Änderung betrifft beispielsweise eine zusätzliche Behindertendusche, für die sich die Behindertenbeauftragte des Landkrei- ses, Renate Weihtrager-Degutsch, ausgesprochen hatte. Stadtrat Armin Schleich von der SPD begründete das Ansinnen: „Es sind zu wenig behindertengerechte Duschen eingeplant, und eine solche Dusche könnte auch von einem Nichtbehinderten benutzt werden. Umgekehrt ist das nicht möglich“, argumentierte Schleich. Die Kosten hierfür bezifferte er auf 1800 Euro. Der Stadtrat stimmte dem Antrag einstimmig zu. Ein weiterer strittiger Punkt, über den beratschlagt werden musste, war die Vergrößerung des Geräteraums um 75 Quadratmeter, die der TSV Schongau beantragt hatte. Die Mehrkosten für die zusätzliche Fläche bezifferte Tibor Sroka auf 60000 Euro. Hinzugerechnet werden müssen allerdings weitere 15000 Euro für die Erweiterung des Daches und die Verlegung eines Weges. „Die Halle soll ja auf lange Zeit benutzt werden. Auch wenn es zurzeit auf Grund der angespannten Finanzsituation schmerzt, ist eine solche Erweiterung positiv und sinnvoll“, sagte Robert Bohrer (SPD). Vertreter anderer Fraktionen signalisierten ebenfalls Zustimmung, auch wenn immer wieder Bedenken wegen der gestiegenen Kosten ausgesprochen wurden. Letztendlich siegte aber die Weitsicht der Stadträte und sie stimmten dem TSV-Antrag zu. Weitere strittige Punkte, über die beraten wurde, waren unter anderem die Vergrößerung des Erste Hilfe-Raumes und dessen Ausstattung mit einer Kühlmöglichkeit für Kompressen, ein zusätzliches Waschbecken für die Getränkeausgabe, der Einbau eines Fensters, das vom Hausmeisterraum zum Foyer führt sowie Änderungen bei den Garagen und dem Gartengeräteraum.

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