Leuchtende Lichtlein

Schongaus Altstadt in der Adventszeit – das bedeutet Weihnachtsmarkt, Glühwein, manchmal Schnee und über allem eine dekorative Weihnachtsbeleuchtung. Allerdings ist diese in die Jahre gekommen, so dass sich die Reparaturen häufen und sogar eine Neuanschaffung in Erwägung gezogen wird.

Doch das alles kostet Geld. Mit ihrem Antrag bei der Stadt Schongau, der Zuschuss möge erhöht werden, erzielte die Werbegemeinschaft Altstadt – die einen nicht unwesentlichen Teil dieser Kosten trägt – einen Teilerfolg. Alle Jahre wieder hängen auf einer Länge von etwa 1100 Metern über Münzstraße und Marienplatz sowie Teilen der Wein- und Christophstraße zahlreiche Lämpchen, die die Besucher der Altstadt in Weihnachtsstimmung versetzen. Etwa 10000 Euro lassen sich die Einzelhandelsgeschäfte, die der Werbegemeinschaft Altstadt angehören, dieses jährlich wiederkehrende Ereignis kosten. „Eine Zeit lang ging das mit der Beleuchtung gut, doch diese ist immer älter geworden und funktioniert nicht mehr richtig“, erklärte Vize-Bürgermeister Paul Huber, der diesmal den Vorsitz im Stadtrat führte, den Räten. 2500 Euro schießt die Stadt jährlich zu. Doch mit den Reparaturen reicht das nicht mehr aus. 3000 Euro zusätzlich forderte die Werbegemeinschaft. Stadtkämmerer Werner Hefele warnte vor einer Zuschussgewährung, da im Zuge der weltweiten Finanzkrise auch die Kommunen vorsichtig agieren müssten. Zudem befürchtete er Nachahmer, die im Falle eines positiven Bescheids ebenfalls um Mittel bei der Stadt nachfragen würden. Rudolf Krois von der Werbegemeinschaft, der unter den Zuhörern saß, wurde das ausdrückliche Rederecht zugebilligt, um Licht ins Dunkel zu bringen. „Neben den Kosten für die Firma, die die vielen Girlanden auf- und wieder abhängt, müssen nun immer mehr Teile repariert werden“, verdeutlichte Krois dem Gremium die gestiegenen Kosten. Die großen Discounter, die ebenfalls in der Altstadt vorzufinden seien, würden sich nicht beteiligen. Während sich Siegfried Müller von der ALS gegen einen weiteren Zuschuss aussprach und zudem Energiesparlampen forderte, signalisierte die CSU-Riege Verständnis und schlug einen Kompromiss vor. „Wir sollten ein gutes Zeichen setzen und zumindest einen Teil des geforderten Zuschusses gewähren, beispielsweise 1500 Euro“, sagte Peter Blüml. Und Helmut Schmidbauer legte nach: „Davon geht die Stadt Schongau nicht unter“. Auch SPD-Genosse Heinrich Forster fand an dem Kompromiss Gefallen: „Machen wir eine fifty-fifty Lösung und es haut hin“. Mit großer Mehrheit stimmte der Stadtrat dem zu.

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