Aus grün wird gelb

Auf dem Lindenplatz: Parken auf eine Stunde beschränkt

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Die schraffierte Fläche neben der Merkurstatue am Lindenplatz wird nun als zusätzlicher Parkplatz ausgewiesen.

Schongau – Zwei Testläufe für Kurzzeitparkplätze am Lindenplatz gab es bereits: Während der Sanierung des Lechbergs und des Henkers­tochter-Schauspiels war das Parken hier auf eine Stunde beschränkt. Das soll nun dauerhaft der Fall sein – zum Wohle der Geschäfte auf dem Marienplatz, aber vermutlich zum Leidwesen der Anwohner.

Bisher gilt am Lindenplatz laut Parkraumkonzept die „Grüne Zone“. Diese sieht eine unbeschränkte Parkzeit vor, wobei die erste Stunde kostenfrei ist. Nun wird hier, wie einstimmig vom Bauausschuss am vergangenen Dienstag beschlossen, auf dem Mittelstreifen die „Gelbe Zone“ eingeführt. Hier ist die Parkzeit auf maximal eine Stunde beschränkt, welche ebenfalls mit Parkschein kostenfrei ist.

Das würde den Geschäften am Marienplatz offenbar gut tun, wie Bürgermeister Falk Sluyterman während einer Begehung festgestellt hat. Natürlich gibt es aber auch zwei Seiten der Medaille, so das Stadtoberhaupt: „Das wird bei dem ein oder anderen zu Unmut führen“, ist er sich sicher. Denn gerade die Anwohner dürfte das nicht unbedingt freuen. Die Kurzzeitparkregelung soll während den Geschäftszeiten zwischen 9 und 18 Uhr gelten. Für Anwohner bedeute dies, dass sie ab 17 Uhr dort eine Stunde kostenfrei parken können und so über Nacht ihr Auto dort abstellen könnten, ergänzte der Rathauschef. „Je näher die Leute parken können, desto mehr Frequenz bringt das“, war sich Stephan Hild (UWV) sicher. Kornelia Funke (CSU) sah darin auch einen „guten Aspekt für die Musikschule“.

Nicht ganz so einig war sich das Gremium über einen zusätzlichen Parkplatz, der am Lindenplatz eingerichtet werden soll. Dabei handelt es sich um eine Fläche direkt an der Merkurstatue, die derzeit schraffiert ist. Parken ist dort bisher verboten, „es hält sich aber keiner dran“, so die Beobachtung Sluytermans.

Es könnte zu eng zum rangieren werden, äußerte Ilona Böse (SPD) ihre Bedenken. „Auf den einen Parkplatz können wir verzichten, der stört total die Symmetrie des Platzes“, kam es Bettina Buresch (ALS/Grüne) eher auf die Optik an. Stephan Hild war da ganz anderer Meinung: Hier störe nichts, das sei früher immer ein Parkplatz gewesen. Die Entscheidung, das Parken dort zuzulassen, fiel denkbar knapp mit 5:4 Stimmen.

Astrid Neumann

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