Luftlande- und Lufttransportschule

Feierlicher Abschied für Ferdinand Baur

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Übergabe der Truppenfahne und damit das Kommando über die LL/LTS durch General Gert Hagemann an Oberstleutnant Carsten Jahnel.

Altenstadt – In einem feierlichen Appell hat General Gert Hagemann das Kommando über die Luftlande- und Lufttransportschule an Oberstleutnant Carsten Jahnel, 49, übergeben und dabei den bisherigen Kommandeur der Schule, Oberst Ferdinand Baur, in den Ruhestand verabschiedet.

Gleichzeitig wurde von General Walter Spindler mit der Übergabe der Truppenfahne an Oberstleutnant Mark Emmerich, 44, das Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 3 am Standort Altenstadt in Dienst gestellt. 

Die Fahnenkompanie, das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr aus Garmisch-Partenkirchen, ehemalige Komman-deure der LL/LTS, Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie die Fahnenabordnungen der umliegenden Soldaten- und Veteranenvereine bildeten den Rahmen für die Kommandoübergabe. 

Gert Hagemann, General der Infanterie, oblag es, Oberst Ferdinand Baur als Kommandeur der LL/LTS in den Ruhestand zu verabschieden. „Mit Wehmut“, mache er das, betonte Gert Hagemann und bezeichnete Oberst Baur als „Mann der Taten.“ Der General sprach von Sicherheitspolitik, der geänderten Rahmenbedingungen und der damit deutlich gestiegenen Anforderungen an die Infanterie. Im Verbund gelte es, diese Herausforderungen zu meistern. Gerade die Fallschirmjägertruppe stelle mit schnellen Kräften die Männer der ersten Stunde. Die LL/LTS habe eine herausragende Stellung innerhalb der Bundeswehr. Professionalität, Aktualität, Verantwortungsgefühl und fachliche Kompetenz würden die LL/LTS auszeichnen. 

Oberst Bauer habe in den fünf Jahren als Kommandeur mit persönlichem Einsatz Meilensteine gesetzt. So stehe die Einführung steuerbarer Fallschirme kurz bevor, Einzelkämpfer- und Überlebensaus-bildung habe er auf künftige Anforderungen ausgerichtet und die Versorgung luftgelandeter Truppen weiter entwickelt. Auch habe Baurs Führungsstil in den fünf Jahren die Schule geprägt und zu hohem öffentlichem Ansehen geführt. „Ich bin als General stolz auf diese Schule“, sagte Hagemann. 

Die Indienststellung des Feldwebel- und Unteroffizierausbildungsbataillon 3 sei mit großer Befriedigung verbunden, sagte General Walter Spindler. Und dies auch noch in Altenstadt sei schon etwas ganz Besonderes, „weil hier die Luftlande- und Lufttransportschule beheimatet ist“, fügte der Kommandeur Ausbildungskommando Heer an. Walter Spindler sprach über die Ausbildung junger Führer, die in bestimmten Situationen über Leben und Tod entscheiden könnte. Daher müsse man sich ihr noch intensiver widmen. „Ich erwarte Führer, die das Herz auf dem richtigen Fleck haben“, sagte der General und appellierte an die Ausbilder des Ausbildungsbataillons: „Seien Sie Vorbild, indem Sie soldatische Tugenden vorleben.“ 

Das Ausbildungsbataillon 3 besteht aus zwei Kompanien. Das Ausbildungspersonal hat eine Stärke von 138 Soldaten. Pro Jahr werden künftig 960 Unteroffizier- und Feldwebelanwärter in Altenstadt ausgebildet.

Walter Kindlmann

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