"Riesenchance":

Bald Betreutes Wohnen in der Altstadt?

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Im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss des Altenheims der Heiliggeist-Spital-Stiftung könnten schon bald Appartements für Betreutes Wohnen entstehen.

Schongau – Jetzt könnte Schongau doch noch eine Einrichtung für Betreutes Wohnen bekommen. Die Möglichkeit diese Wohnform im Altenheim der Heiliggeist-Spital-Stiftung an der Karmeliterstraße anzubieten, stieß im Stadtrat auf jeden Fall auf Zustimmung.

Vor allem weil im neu entstehenden Marie-Eberth-Altenheim am Krankenhaus kein Betreutes Wohnen vorgesehen ist (der Kreisbote berichtete), ist der Bedarf für Schongau da, so Bürgermeister Falk Sluyterman in der Stadtratssitzung am vergangenen Dienstag. Der Stiftungssenat hat in seiner Sitzung im Juli bereits die Notwendigkeit einer Machbarkeitsstudie dargestellt. Diese soll insbesondere das zweite Obergeschoss und das Dachgeschoss der Heiliggeist-Spital-Stiftung umfassen.

Das städtische Bauamt wird nun eine Leistungsanfrage an drei geeignete Architekturbüros über eine Machbarkeitsstudie von Appartements für Betreutes Wohnen im zweiten Obergeschoss und Dachgeschoss in Auftrag geben. In erster Linie gehe es nun darum, ob das Vorhaben überhaupt machbar ist, betonte Einrichtungsleiter Christian Osterried. Generell halte er es aber sowohl für die Heiliggeist-Spital-Stiftung als auch für die Stadt für eine „Riesenchance“.

Auch bei den Stadträten kam die Idee durchweg positiv an. „Gerade in der Innenstadt brauchen wir diese Option“, sagte beispielsweise Kornelia Funke (CSU). Und Barbara Karg (SPD) halte es gerade jetzt für den richtigen Zeitpunkt und auch für den richtigen Ort – „nichts zu tun wäre der falsche Weg.“

Die Ermächtigung über die Auftragsvergabe allerdings – wie von der Verwaltung vorgeschlagen – dem Bürgermeister zu übertragen, war für Michael Eberle (CSU) nicht akzeptabel. Die Entscheidung wird also der Bau- und Umweltausschuss fällen. Dem stimmten die Stadträte einmütig zu.

Astrid Neumann

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