So macht der Girls´ Day Spaß

Ein gutes Beispiel für den Erfolg des Girls’ Day ist „ept“ in Peiting. Seit 2003 nimmt die Firma an diesem Aktionstag teil und bietet heuer wieder 22 Mädchen Plätze an, die allerdings längst vergeben sind.

Es hat sich herum gesprochen, dass der Girls’ Day bei „ept“ richtig Spaß macht und mit viel Sorgfalt vorbereitet wird. Die Mädchen erhalten hier Einblick in die Ausbildungsberufe Werkzeugmechaniker/in, Mechatroniker/in, techni- sche(r) Zeichner/in und IT-Kaufmann/frau. Sie dürfen selbst Hand anlegen und ein kleines Werkstück anfertigen. Laut Ausbildungsleiter Konrad Socher ist der Girls’ Day zu einem richtigen Erfolgsmodell geworden. Es stand seitens der Geschäftsführung zu keiner Zeit in Frage, heuer wieder über 20 Mädchen zu dem Technik-Zukunftstag einzuladen. Vielmehr wird angestrebt, in naher Zukunft mindestens genau so viele Mädchen wie Jungs in der Lehrwerkstatt in technischen Berufen auszubilden. Momentan befinden sich neun Mädchen in der Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin und sie wurden fast alle über den Girls` Day gewonnen. Fitore Hajdari ist im ersten Ausbildungsjahr und berichtet begeistert: „Für mich stand nach dem Girls’ Day fest, dass ich diesen Beruf erlernen möchte. Meine Eltern waren sofort einverstanden und haben mich in meiner Entscheidung unterstützt. Schließlich erfordern die meisten technischen Berufe heute kein schweres Zupacken mehr und ich habe ideale Zukunftsaussichten. Auch der Verdienst liegt bereits während der Ausbildung wesentlich höher als in typischen Mädchenberufen. Ich bekomme im ersten Lehrjahr immerhin 777 Euro brutto. Die Arbeitszeit ist idealer als zum Beispiel im Verkauf. Außerdem habe ich fantastische Aufstiegsmöglichkeiten.“ Das bestätigt auch Daniel Wladar, der letztes Jahr seine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker beendet hat und auf die Berufsoberschule gehen möchte. Zusammen mit Ralf Trischberger hat er in den letzten Jahren den Girls’ Day mit vorbereitet. Beide freuen sich, dass dieser Tag bei ihnen so viel Anklang findet: „Die Organisation ist zwar mit einem enormen Aufwand verbunden, aber uns hat dieser Aktionstag immer sehr viel Spaß gemacht.“ Die beiden Jungs pflichten ihrem Ausbildungsleiter Konrad Socher bei: „Die Mädels können jederzeit mit uns mithalten und sind uns manchmal, gerade wenn die Feinmotorik gefragt ist, sogar voraus.“ Ralf und Daniel hoffen, dass die Mädchen auch bei dem Projekt „Jugend Forscht“ in ihre Fußstapfen steigen und innovative Ideen entwickeln. Sie zeigen voller Stolz ein neues Messsystem, das sie im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend Forscht“ entwickelt haben und das als Gebrauchsmuster letztes Jahr zum Patent angemeldet wurde. „Dieser Beruf bietet so viele Möglichkeiten, auch für Mädchen, und es ist für das ganze Klima ideal, wenn Mädchen in der Lehrwerkstatt sind. Manchmal sind die uns in der Ordentlichkeit etwas überlegen, aber das kann ja nicht schaden“, so Ralf Trischberger schmunzelnd. Der Geschäftsführung von „ept“ ist sehr daran gelegen, dass sich die Auszubildenden in der Firma wohl fühlen und sich mit ihrer Firmenphilosophie identifizieren. „Wir wollen schließlich unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter halten. Mit Kennenlerntagen und einem Kreativprojekt, das von der Juniorchefin initiiert wurde, erreichen wir, dass die verschiedenen Teams schon während der Ausbildung richtig zusammenwachsen“, ergänzt Konrad Socher stolz. Eng wird mit der Hauptschule Peiting zusammengearbeitet, die viele Berufsorientie- rungsmaßnahmen anbietet und „ept“ schon zahlreiche Mädels geschickt hat. Fitore Hajdari ist eine davon und wird heuer den Girls’ Day bei „ept“ für die 22 Mädels abwechslungsreich und praxisnah gestalten.

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