Platz 7 in Berlin

WGS-Fußballerinnen unter Deutschlands Top-Schulteams

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Die Mädchen-Fußballmannschaft des Welfen-Gymnasiums wurde für ihre sportliche Leistung bei der Deutschen Meisterschaft geehrt. Es gratulierten: Bürgermeister Falk Sluyterman, Schulleiter Bernhard O‘Connor, Trainer Geri Neumeier, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Trainer Christian Schloßnikel und Physiotherapeutin Anja Buccarella (ganz hinten, v. links) sowie Maskottchen „Flori“.

Schongau – Eine herausragende Leistung hat die Mädchen-Fußballmannschaft des Welfen-Gymnasiums da vollbracht – darin waren sich alle Anwesenden bei einer kleinen Feierstunde im Schongauer Rathaus am Freitag einig. Die Mädchenmannschaft II der Jahrgänge 2002 bis 2004 trägt nun einen Bayerischen Meistertitel und holte sich bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin Platz 7.

Mit dem Bayerischen Meistertitel (wir berichteten) stand für die Mädels fest: Wir fahren nach Berlin! Dort wurde im September die Deutsche Meisterschaft ausgetragen, zu der neben den Lechstädterinnen auch Teams der 15 anderen Bundesländer anreisten. Am Schongauer Bahnhof startete die Fahrt in die Bundeshauptstadt. Mit dabei waren neben der Mannschaft natürlich die beiden Trainer Geri Neumeier und Christian Schloßnikel sowie einige Eltern, die freiwillig die Betreuung der Mädchen übernommen hatten.

Gut in Berlin angekommen, startete tags darauf auch gleich das Turnier mit der Gruppenphase. Jeweils vier Bundesländer mussten dort im Wettkampf jeder gegen jeden antreten. Mit einem 2:0 gegen Rheinland-Pfalz (Kaiserslautern) und einem 1:0 gegen Bremen sicherten sich die Welfen-Mädels schon einmal den 8. Gesamtplatz. Gegen die Mannschaft aus Hessen, die größtenteils aus U17 Bundesliga-Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt bestand, hatte man allerdings keine Chance und verlor deutlich mit 14:0.

Am nächsten Tag konnten sich die Schongauerinnen auch gegen Jena nicht durchsetzen. Zum Schluss holten sie sich allerdings noch einen 6:0-Sieg gegen Berlin und belegen somit den 7. Platz bei der Deutschen Meisterschaft. So weit hat es noch keine Mannschaft aus dem Landkreis geschafft. Zudem war das Welfen-Gymnasium die beste normale Schule, die an dem Turnier teilnahm. Unter den Mannschaften waren nämlich etliche Sportschulen, DFB-Eliteschulen oder Fußball-Leistungsschulen vertreten. Einige Beispiele dafür sind die Brandenburger Mannschaft, welche die Bundesliga U17-Damen des 1. FFC Turbine Potsdam ins Rennen schickte, das Thüringer Team, welches die U17 der Sportschule Carl Zeiss-Jena darstellte, oder das Leibniz-Gymnasium Östringen aus Baden-Württemberg, welches viele Spielerinnen der TSG Hoffenheim im Kader hatte.

Lob gab es für die sportliche Leistung von Bürgermeister Falk Sluyterman. „Fußball ist mehr als Kopf- und Herzensangelegenheit“, so das Stadtoberhaupt. Besonders hob er auch Fairness und Teamgeist der Mannschaft hervor.

Als „Hardcore pur“ bezeichnete Landrätin Andrea Jochner-Weiß das Antreten des Teams gegen so viele hochkarätige Gegner und gratulierte den Mädchen zu ihrer „unglaublichen Leistung“.

„Wie kann so was eigentlich möglich sein?“, fragte Schulleiter Bernhard O‘Connor in die Runde und lieferte selbst auch gleich die Antwort: „Die Mädels müssen wirklich gut Fußball spielen können“. Besonders würdigte er, dass die Mannschaft neben dem ganz normalen Schulbetrieb trainiert.

Hervor hob Trainer Geri Neumeier den Zusammenhalt der Mannschaft. Ein paar der Mädchen werden allerdings aus Altersgründen im kommenden Schuljahr aus dem Team ausscheiden, jüngere werden nachrücken. „Sport hat einen großen Stellenwert in einer Zeit, wo sich viele Schüler nicht mehr bewegen wollen“, betonte er.

Seinen Dank richtete Neumeier für Trikotspenden an den Förderverein, die Landrätin und den Bürgermeister, das Lehrerzimmer und die Sparkasse. Für die große organisatorische Leistung bedankte sich der Trainer bei der Schulleitung, welche immer große Unterstützung geleistet habe.

Astrid Neumann

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