Magier-Show in Schongau

Illusion par excellence

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Hexerei! Der Geldschein, den Michael Holzheu selbst in ein Stoffsäckchen gepackt und ständig in der Hand gehalten hat, taucht in einer frischen Zitrone wieder auf.

Schongau – Wie kann man eine Feder auf der eigenen Stirn spüren, die gerade einen anderen berührt? Wie kann aus einem Zeichenblock eine dicke, schwere Bowlingkugel fallen? Staunend, begeistert und vor allem bestens unterhalten ließen die drei Magier Luke Dimon, Thommy Ten und Max Schneider am Samstag ihr Publikum im ausverkauften Jakob-Pfeiffer-Haus zurück.

„Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“ lautet ein berühmtes Zitat von Hermann Hesse. Und das ist in Schongau ab sofort wörtlich zu nehmen. „Schongau bezaubert“ war eine wahrlich gelungene Premiere. Und der Auftakt zu einer Reihe kleinerer und größerer Veranstaltungen, „die Schongau attraktiver machen sollen“, begrüßte Mit-Organisator und Mitglied der Arbeitsgruppe „Schongau beleben“, Robert Kassebaum, die Besucher. 

Drei Hochkaräter der Magier-Zunft gaben sich die Ehre: Altmeister Max Schneider, Mentalmagier Luke Dimon und der aus Österreich angereiste Thommy Ten. Dieser ist ein Meister der Zauber-, aber leider nicht der Heilkunst, und so musste er auf seine kongeniale Partnerin Amélie verzichten, die krank zuhause geblieben war. Doch das tat der fulminanten Show keinen Abbruch. 

Luke Dimon, der charmant und frech durch den ersten Teil führte, sorgte für die ersten verwunderten Augenwischer, als er sich von zwei Männern aus dem Publikum die Hände und Beine fesseln ließ, und schon während der Vorbereitung auf die Entfesselung mal die eine oder andere Hand wieder frei hatte. Schauten die beiden Verknoter allerdings nach, waren die Hände gebunden. 

Max Schneider war an diesem kurzweiligen Abend für die Klassiker der Zauberkunst verantwortlich. Doch auch die vermeintlich „alten Taschentricks“, wie das Wandern einer Kugel von der Hand des Magiers in die eines Mädchens aus dem Publikum, oder die wundersame Verschmelzung dreier Eisenringe sorgte für offene Münder des Erstaunens beim Publikum. 

Wie ein Zehn-Euro-Schein über Umwege in eine frische Zitrone kommt, und warum ein Knoten wandern kann – das bleibt das Geheimnis von Thommy Ten, der nicht nur tolle Illusionen im Gepäck hatte, sondern auch richtig lustig mit seinem österrei-chischen Lausbubencharme durch den zweiten Teil des Abends führte. 

Der Höhepunkt der Zaubershow war jedoch zweifelsohne die rasant schnelle Manipulationseinlage des erst 19-jährigen Luke Dimon. Da bewies er eindrucksvoll, dass er zurecht der amtierende deutsche Meister dieser Zaubersparte ist. In der offenen Hand, mit zurückgeschobenen Ärmeln wird bei ihm eine weiße Kerze mithilfe eines roten Tuchs zu einer roten Kerze, diese zum roten Ball, dieser wiederum zu einer Spielkarte und dann zu Papierschnipseln. Und das alles in Bruchteilen von Sekunden, so dass man geneigt ist, tatsächlich an Zauberei zu glauben, denn logisch erklären noch nachvollziehen lässt sich das für den Laien nicht mehr. 

Ebenso wenig wie Dimons Gabe, Menschen aufeinander „abzustimmen“: Da summt Besucher Christian ein Lied – wohlgemerkt nur in seinem Kopf – und die ihm völlig fremde Birgit aus dem Publikum erkennt „What a wonderful world“. „Wie macht er das?“ war die wahrscheinlich meistgestellte Frage an diesem Abend. 

Bei ein paar kleineren Tricks lüfteten die Magier in lustiger Weise ihr Geheimnis, denn sie sind nicht nur begnadete Zauberer, sondern auch tolle Entertainer. Und sie sind ganz nah an ihrem Publikum, was sich unter anderem daran zeigte, dass sie nach der fast dreistündigen Show bestens gelaunt unzählige Autogramm- und Fotowünsche erfüllten. 

Doch zum Glück war das ja nur der Anfang: Bereits im Januar nächsten Jahres wollen die Zauberer erneut in die Lechstadt kommen, dann zu Viert und mit einem neuen Programm. Zauberhaft!

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