Erst das Bodengutachten

Zunächst kein Phantomgerüst am Peitinger Bühlach

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Um einen besseren Eindruck zu bekommen, wünschen sich die Anwohner ein Phantomgerüst.

Peiting – Abgelehnt haben Peitings Marktgemeinderäte den Anwohnerwunsch, am Bühlach ein Phantomgerüst zu erstellen, das die Größe des Marienheim-Neubaus am Hanggrundstück darstellt. Erst müsse das Bodengutachten vorliegen, so das Gremium.

Das Bodengutachten wurde bereits in Auftrag gegeben, informierte Bürgermeister Michael Asam in der Sitzung am Dienstag. Er gehe davon aus, dass es zur nächsten Marktgemeinderatssitzung Ende März vorliegt.

Asam argumentierte, dass man sich die Kosten für ein Phantomgerüst sparen könne, falls das Bodengutachten negativ ausfalle. Sollte deswegen der Neubau nicht am Bühlach realisiert werden könne, „wissen wir zumindest, was wir mit dem Grundstück machen können“, ergänzte der Rathaus­chef.

Marktbaumeister Fabian Kreitl nannte die Kosten für ein Phantomgerüst: je nach Ausführung 10.000 bis 22.000 Euro. Aber man dürfe sich in puncto Visualisierung nicht zu viel erwarten. Manche Aspekte könnte so ein Phantomgerüst nicht darstellen. Außerdem liege bislang nur ein erster Entwurf für ein neues Marienheim-Gebäude vor. Dies heiße noch lange nicht, dass der Baukörper genauso errichtet werde.

CSU-Fraktionschef Peter Ostenrieder erklärte, er sei erst dann fürs Aufstellen eines Phantomgerüstes, wenn der Bauantrag eingereicht werde. Niemand wisse zum jetzigen Zeitpunkt, wie viel der Kubatur des Gebäudes im Boden versenkt werde.

Gerhard Heiß (CSU), zugleich Ortsheimatpfleger, sprach sich dafür aus, das Landesamt für Heimatpflege einzuschalten. Man solle den Fehler vermeiden, der beim Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Peiting gemacht worden sei; das Gebäude sei ein „Fremdkörper“.

Dass allein die Dimension des Baukörpers bei 60 Meter Länge und bis zu zwölf Meter Höhe das Aufstellen eines Phantomgerüsts rechtfertigt, betonte Alfred Jocher (Unabhängige). Andreas Barnsteiner (Bürgervereinigung) meinte dazu: „An den Kosten für ein Phantomgerüst soll’s nicht scheitern“, wenn’s um das Millionenprojekt des Marienheim-Neubaus gehe.

Barnsteiner ergänzte, dass der nasse Boden am Bühlach mit seinen Lehmschichten ungeeignet sei für das Bauvorhaben auf dem gemeindlichen Grundstück. Dieses ist als Erweiterungsfläche für den neuen Friedhof vorgehalten worden, wird aber nicht mehr benötigt. Auch seien wegen der Bergwerkszeit Senkungen nicht auszuschließen.

Norbert Merk (CSU) regte an, beim Bergamt Südbayern genaue Erkundigungen einzuholen. Die Hauptverbindung von Peiting nach Hohenpeißenberg sei aber südlich des Grundstücks verlaufen, das die Gemeinde der Arbeiterwohlfahrt Oberbayern als Träger für einen Marienheim-Neubau anbietet.

Gerhard Heiß (CSU) brachte den Einwand, dass Bodengutachten auch falsch sein können. Er nannte ebenso wie Barnsteiner das Beispiel der Wohnanlage Ahornpark am Ostbahnhof, wo trotz der Expertise eines Fachbüros eindringendes Wasser in der Tiefgarage ein leidiges Thema gewesen sei.

Herbert Salzmann (SPD) war dagegen, die Zuverlässigkeit der Gutachten in Frage zu stellen. Ironisch sagte er unter Bezug auf die vorangegangene Kommentierung des Kollegen: „In Zukunft lassen wir Herrn Barnsteiner entscheiden.“

Modell ab Montag

Zur Anregung von Elste (Grüne), wenigstens eine dreidimensionale Videoanimation des Architekten vorzulegen, erklärte Marktbaumeister Kreitl: Ab Montag, 16. März, habe er ein Modell zu dem Baukörper. Interessenten könnten dieses im Marktbauamt anschauen. 

jj

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