Marienplatz-Sanierung

Nur ein Jahr Baustelle

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Planer Roland Kindelbacher und Alexander Joseph von den Stadtwerken (v. li.) sprachen sich für die einjährige Variante der Marienplatz-Sanierung aus – die betroffenen Geschäftsleute und Anwohner folgten dem Vorschlag.

Schongau – Die Sanierung der maroden Kanäle unter dem Schongauer Marienplatz ist beschlossene Sache. Geändert hat sich jetzt allerdings der Zeitplan. Statt innerhalb von zwei Jahren sollen die Arbeiten nun doch binnen des nächsten Jahres über die Bühne gehen. Darauf einigte sich die Stadt jüngst mit den betroffenen Anwohnern und Geschäftsleuten.

Rund 30 Betroffene waren dem Aufruf der Stadt gefolgt, die zur Informationsveranstaltung in den Ballenhaussaal geladen hatte. Noch einmal legte Roland Kindelbacher vom Architekturbüro Wipflerplan dar, weshalb die Sanierung unumgänglich sei. Er zeigte unter anderem Bilder von maroden Kanalleitungen, in die durch Risse und Löcher bereits Kies eingedrungen ist. Dass die Leitungen ersetzt werden müssen, daran dürfte spätestens nach der Vorführung kaum einer der Anwesenden gezweifelt haben. Viel interessanter war da schon die Frage, wie die Sanierung ablaufen würde und in welcher Zeit. Hier wartete die größte Überraschung des Abends. 

Hatte es im Stadtrat bei der Entscheidung für die Sanierung noch geheißen, dass die insgesamt acht Monate dauernde Maßnahme auf zwei Jahre aufgeteilt werde, um genug Puffer zu haben und die Geschäftsleute nicht übermäßig zu belasten, plädierten diesmal sowohl Kindelbacher als auch Alexander Joseph von den Stadtwerken vehement für die günstigere, einjährige Variante. Diese sieht wie folgt aus: Laut dem Planer würden die Arbeiten im April zunächst auf der Westseite beginnen. Anschließend folgt der zweite Bauabschnitt vom Lechtor bis zur Rentamtstraße und schließlich das letzte Stück bis zur Weinstraße. Diese ist gleichzeitig das komplizierteste, weil in dem schmalen Bereich viele Leitungen verlaufen. 

Auch sonst dürfte der Boden noch so manch Überraschung bergen, denn viele Anschlüsse seien auf den Plänen gar nicht eingezeichnet – von archäologischen Fundstücken ganz zu schweigen. Letztere könnten gar zu einem Baustopp und damit Verzögerungen führen, räumte Kindelbacher ein, der sich dennoch optimistisch zeigte, dass die Arbeiten bis November abgeschlossen sind. 

Wie Joseph betonte und was die Anwesenden besonders interessierte, werde der Marienplatz in dieser Zeit für den Verkehr befahrbar bleiben – zumindest einseitig in Richtung Süden auf der jeweils baustellenfreien Seite. Der Parkplatz auf dem Marienplatz bleibe hingegen gesperrt, um als Lagerplatz für Rohre und Baugeräte zu dienen.

Das rief Franz Köpf von der Werbegemeinschaft auf den Plan. Sein Vorschlag, die freie Fläche vor dem Ballenhaus als Ersatz-Parkplatz zu benutzen, stieß bei Joseph allerdings auf Widerstand. Das Parken würde die intakte Fläche schädigen. Das allerdings wollte den Anwesenden nicht so recht einleuchten, die auf den bisherigen Parkplatz verwiesen, der laut Joseph ja in gutem Zustand sei. „Wir werden das nochmal prüfen“, versprach Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl. 

Am Ende fiel die Abstimmung deutlich zugunsten der einjährigen Variante aus.

Christoph Peters

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