Planung für das Schulzentrum

Maßnahmen an Grund- und Mittelschule: Entwurf für Generalsanierung im Stadtrat vorgestellt

Entwurf für Generalsanierung Mittelschule Schongau Balda Architekten Schulzentrum
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So könnte die Mittelschule nach der geplanten Generalsanierung aussehen. Wann diese angegangen werden kann, ist derzeit jedoch noch nicht absehbar.

Schongau – Trotzdem die Generalsanierung der Mittelschule aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Finanzlage warten muss (wir berichteten), treibt die Stadt die Planung dennoch voran. Gleich mehrere der Maßnahmen am Schulzentrum hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung vergangene Woche abgesegnet.

So hätten die restlichen Bauabschnitte an der Grundschule eigentlich erst nach der Generalsanierung der Mittelschule realisiert werden sollen. Durch die Verschiebung dieser auf unbestimmte Zeit soll nun schon früher mit den Außenanlagen im Süden des Geländes und dem Abbruch des Block C begonnen werden. Abwarten mache da derzeit keinen Sinn, begründet Stadtbaumeister Sebastian Dietrich die Entscheidung.

Abbruch von Block C

Der Block C müsste instand gehalten und beheizt werden. Bei dem andauernden Leerstand scheide eine zukünftige Nutzung als Interimsschulgebäude aber aufgrund des Zustandes aus. „In fünf Jahren kann man da keine Schüler mehr reinstecken“, macht Dietrich in Bezug auf die Baufälligkeit von Block C deutlich. Die durch den Abbruch freiwerdende Fläche soll den Schülern übergangsweise als Pausenhoffläche dienen. Später, wenn die Generalsanierung der Mittelschule begonnen werden kann, soll hier die Mietcontaineranlage aufgestellt werden, die den Mittelschülern als Klassenräume dienen wird.

Noch im Winter will man in die Ausschreibung gehen, heißt es von Seiten des Stadtbaumeisters. So könnten die Maßnahmen 2021 bereits umgesetzt und zu einem Abschluss gebracht werden. Im Haushalt sind für den Abbruch und die Außenanlagen rund 420.000 Euro eingestellt.

Pausenhof angehen

Auch die Pausenhöfe der Mittelschule sollen sobald als möglich angegangen werden. Interimsweise sollen hier einige Maßnahmen erfolgen. Einrichtungsgegenstände wie Bänke und Spielgeräte sowie ein Sonnenschutz werden den Schülern zur Verfügung gestellt. „Es ist ein Provisorium, das einige Jahre halten muss“, verdeutlicht Sebastian Dietrich die Situation. Hier hoffe man, bereits im Laufe des ersten Halbjahres 2021 beginnen zu können.

Entwurf abgesegnet

Im April hatte der Stadtrat die Verschiebung der Generalsanierung beschlossen (wir berichteten). Grund dafür ist die angespannte Haushaltslage aufgrund der Corona-Pandemie. Trotzdem wird die Planung bis hin zum Bauantrag weiter vorangetrieben, so dass bei vorliegender Baugenehmigung eine relativ schnelle Wiederaufnahme des Projektes erfolgen kann. Architekt Franz Balda vom gleichnamigen Büro stellte den Entwurf in der jüngsten Stadtratssitzung vor.

Ein Teil dieser Planung ist der sogenannte Kollegstufenbau, der mittelfristig zur Mittelschule gehören wird. Etwa sieben Klassen können hier vernünftig untergebracht werden, so Stadtbaumeister Dietrich.

Die bestehenden Gebäude sollen bis auf die Tragstruktur zurückgebaut werden. Es folgen technische, energetische und funktionale Sanierung. Ein zusätzlicher Anbau an den Bestand nimmt die Räume der Schulverwaltung auf. Außerdem sollen dort das Lehrerzimmer sowie ein Musikraum, der auch für Veranstaltungen dient, unterkommen.

Im Erdgeschoss werden die PCB-Räume (Physik-Chemie-Bio) sowie EDV untergebracht. Durch ein Verbindungsstück sollen alle Stockwerke über einen Lift barrierefrei zugänglich werden. Auch die Aula wird dann barrierefrei erreichbar sein. In den Obergeschossen entstehen neue Gruppenräume und Klassenzimmer sowie Lehrerstützpunkte und flexible Lernzonen.

Das Bestandsgebäude aus den 1970ern habe zwar einen etwas „morbiden Charme“, so Balda, durchaus verfüge es aber auch über einen architektonischen Anspruch. Diesen wolle man in die heutige Zeit übertragen.

Die geschätzten Kosten liegen, laut Stadtbaumeister Dietrich, bei rund 16,9 Millionen Euro. „Allerdings ist das eine Momentaufnahme“, betont er. Zum Zeitpunkt der Realisierung muss neu berechnet werden. Der geplante Neubau, der sich an die Bestandsgebäude anschließen sollte, musste ebenfalls zurückgestellt werden. Die dadurch fehlenden Räume werden durch den Kollegstufenbau kompensiert.

Die Planung hat der Stadtrat einstimmig abgesegnet. Nach Erteilung der Baugenehmigung wird der Zeitplan unter Berücksichtigung von Fördermöglichkeiten weiter im Gremium behandelt. Wann dies der Fall sein wird, ist momentan mit Blick auf die Finanzlage noch nicht absehbar.

Astrid Neumann

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