Sportlerehrung der Stadt Schongau

Erst der Schweiß, dann die Ehrung

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27 Sportler ehrte Bürgermeister Falk Sluyterman (rechts). Nicht alle konnten teilnehmen; einige sagten ab oder schickten Vertretungen.

Schongau – Zum zweiten Mal hat die Stadt Schongau ihre erfolgreichsten Sportler ausgezeichnet. Genau 27 Athleten wurde die Ehrung diesmal zuteil, vertreten waren Triathleten, Schwimmer, Leichtathleten, Skifahrer und Schützen sowie je ein Titelsammler aus den Sportarten Boxen und Taekwondo. Letztere stellten mit zehn Teilnehmern eine besonders große Fraktion. Er freue sich, so Bürgermeister Falk Sluyterman, über die zahlreichen erfolgreichen Sportler, die er zusammen mit Alfons Wittmann, Sportbeauftragter der Stadt, ehren dürfe.

Erst käme das Training und der Schweiß, dann der Erfolg, erklärte der Rathaus-Chef. Und dann die Ehrung, heuer unter anderem für Landesmeister, Deutsche Titel und Weltmeister. Mit Disziplin und Entbehrung, erkannte Sluyterman, hätten sich die Athleten ihren Platz auf dem Siegertreppchen erkämpft. Auch der Beitrag der Vereinsvorstände, Trainer und Betreuer sowie der Freunde, Partner oder Eltern sei hoch einzuschätzen.

Zu den Besten der Lechstadt gehören die Triathleten des TSV Schongau: Allen voran Marisa Krauter (Oberbayerische Meisterin im Triathlon 2016 beim Kidscup der Schülerinnen A), Johannes Breunig (Oberbayerischer Meister im Triathlon 2016 beim Kidscup der Schüler C) sowie Birgit Bachmann-Götzer, Deutsche Vizemeisterin ihrer Altersklasse.

Ebenfalls im TSV sind die Schwimmer organisiert. Ingrid Breunig wurde Oberbayerische Meisterin über 100 m Rücken in der Altersklasse 45, Ramona Breunig Oberbayerische Meisterin über 800 m Freistil in der Altersklasse 20. Andrea Krauter ist Oberbayerische Meisterin über 200 m Freistil in der Altersklasse 40 und Uta Leitermeier Oberbayerische Meisterin über 100 m Rücken, 200 m Freistil und 100 m Brust in der Altersklasse 30.

Die Leichtathletinnen Anja Buccarella, Evi Kaemmerer, Nadine Keller und Tanja Huber belegten den 1. Platz bei der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaft in Erfurt beim 4 x 200 m Staffellauf.

Bayerischer Meister im Taekwondo ist Manfred Stadtmüller. Auch für den 1. Platz bei der Internationalen Meisterschaft sowie Silber bei der Internationalen offenen Deutschen Meisterschaft wurde Stadtmüller geehrt. Wie auch die anderen Sportler erhielt er zusätzlich zur Urkunde Schokolade und einen Einkaufsgutschein für die Altstadt.

Das hatte sich auch Boxerin Charlotte Hoffmann verdient, die bei der Deutschen Meisterschaft in der Gewichtsklasse bis 51 Kilo siegte.

Könner auf Brettern

Den Titel der Werdenfelser Meisterin im Slalom errang Ski-Fahrerin Sophia Ressle, die allerdings aufgrund des tödlichen Unfalls ihres Vereinskameraden Max Burkhart in Partenkirchen weilte. Noch in Kanada unterwegs ist Simon Jocher, der für den B-Kader des Deutschen Skiverbands der Lehrgangsgruppe 1b startet. Er belegte den 1. und 3. Platz bei FIS-Rennen in der Super Kombi, den 4. bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Riesenslalom, den 3. bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Super-G sowie zweimal den 6. Rang beim FIS-Riesenslalom. Bei der Junioren-WM im schwedischen Are (Schweden) fuhr er den 15. Platz in der Kombination und den 14. im Super-G ein. Bei der Deutschen Meisterschaft holte er Bronze im Riesenslalom, den 4. Platz in der Kombination und den 5. Platz im Super-G. Er belegte außerdem den 3. Platz bei FIS-Rennen in der Kombination.

Ebenfalls auf Skiern unterwegs ist Fritz Dopfer. Man wünsche ihm für die neue Saison vor allem Gesundheit und komplette Genesung von seinen Unfällen, ließ Sluyterman ausrichten.

Als Privatstarter, ohne Sponsor und Verein, geht Martin Hollerbach bei seinen Wettkämpfen an den Start. Mit Erfolg: Er wurde Deutscher Meister im Mountainbike Cross Country in seiner Altersklasse in der Olympischen Disziplin. Beim 20. Schwarzwald-Bike-Marathon, dem größten seiner Art in Deutschland, siegte er in seiner Altersklasse und belegte den 5. Platz der Gesamtwertung. Die Distanz betrug 60 Kilometer und 1.200 Höhenmeter, die er in 2:03 Stunden meisterte.

Treffsichere Schützen

Abschließend folgten die Königlich privilegierte Feuerschützen mit Marco Epp, Ernst Dillinger und Peter Guffanti sowie Thomas Pompe, Hannes Oberpriller, Georg Suiter, Christian Trumpf und Gudrun Wittmann, Peter Käpernik sowie Leonhard Brader. Vor allem das Vorderlader-Trio Wittmann, Käpernik und Bader sorgte für internationales Renommee. Wittmann ist Deutsche Meisterin und errang Gold- und Silbermedaillen bei der WM. Käpernik wurde Deutscher Vizemeister; bei der WM heimste er Gold und je zweifach Silber und Bronze ein. Leonhard Brader ist Deutscher Meister, Gold- und Silbermedaillengewinner und zweifacher Bronzemedaillengewinner bei der WM.

Ebenfalls erfolgreicher Schütze, allerdings in anderen Disziplinen, ist Epp, der sich zum Deutschen Meister mit dem Perkussionsdienstgewehr Dreistellung, dem Steinschlossgewehr mit gezogenem Lauf, dem Steinschlossgewehr Dreistellung und mit der Muskete Dreistellung krönte.

Dillinger hat zweimal den 1. Platz bei den Senioren an der Deutschen Meisterschaft mit der Pistole/Revolver .22/5,6 mm mit offener Visierung sowie der Pistole/Revolver .30/7,62 mm belegt. Außerdem kam Dillinger auf den 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in der freien Klasse mit der Pistole/Revolver .32 S & W long in der Seniorenklasse und auf den 3. bei der Deutschen Meisterschaft über .38.

Peter Guffanti ist Deutscher Meister mit dem Benchrest über 200 m Heavy Varmint mit 13,22 mm. Außerdem erklomm er zweimal den 2. Platz bei der Deutschen mit dem Benchrest Two Gun – Light und Heavy über 100 m, 200 m und 300 m kombiniert mit 11,9321 mm.

Pompe ergatterte Bronze bei der Deutschen Meisterschaft mit der Mehrdistanzpistole mit Anschlagschaft in der offenen Visierung. Oberpriller ist Deutscher Meister der Vorderlader, Georg Suiter Deutscher Titelträger und Vize der Vorderlader. Trumpf schoss sich zu Vorderlader-Bronze, bei der WM belegte er den 2. Platz und zweimal Rang 3. 

Oliver Sommer

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