Mehr Dialog gefordert – Firma Hirschvogel referiert bei CSU-Neujahrsempfang

Viel Lob für seinen Vortrag erntete Josef X. Baumeister, Mitglied der Hirschvogel-Firmenleitung. Foto: Jungwirth

Die CSU hatte zum Neujahrsempfang geladen. So kamen auch die stellvertretende Landrätin Andrea Jochner-Weiß und der Landrat von Garmisch-Partenkirchen Harald Kühn. Als eigentliche Redner angekündigt, aber durch die Klausurtagung in Wildbad Kreuth verhindert, waren MdB Alexander Dobrindt und MdL Renate Dodell. Referent war Josef X. Baumeister von der Firma Hirschvogel Holding GmbH.

„Wirtschaft für die Region – Region für die Wirtschaft“ hieß das Thema, über das der Geschäftsführer Finanzen und Sprecher der Konzern-Geschäftsführung referierte. Doch was sich dem Thema nach als wenig spannend ankündigte, entpuppte sich als interessante Materie, denn Baumeister brachte keine blanken Wirtschaftszahlen und Fachbegriffe. In seinem Vortrag streifte er Themen, die für den wirtschaftlichen Erfolg des mittelständischen Betriebs mit Sitz in Denklingen und für die Region wichtig sind. Wie sehr die deutsche Wirtschaft wieder an Fahrt aufgenommen hat, zeigten die Zahlen, die Baumeister vorlegte: „2010 schrieben wir ein Plus von 53 Prozent. Und das nach einem Minus von 23 Prozent 2009“, sagte dieser. Was nach der Weltwirtschaftskrise, die auch Hirschvogel hart getroffen hatte, zunächst sehr positiv aussieht, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Zwar sieht er auch für 2011 ordentliches Wachstum, aber auf längere Sicht kommen doch einige Schwierigkeiten auf die Firma und damit auch auf die gesamte Region zu. Denn schon längst ist auch Hirschvogel in den Globalisierungsprozess eingebunden. „Wir werden getrieben von den großen Kunden. Den VWs, den BMWs und den Daimlers“, sagte Baumeister. „Wenn die schwächeln, spüren Sie alle das“. Immerhin wurden bei Hirschvogel in den letzten zehn Jahren rund 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 2300 Menschen in der Region. Ein schwerer Schlag war der Tod von Firmenchef Dr. Manfred Hirschvogel 2010, denn oft bedeutet dies das Aus für eine Firma. Zwar kam es nicht so weit, doch Baumeister wandte sich an die Politiker und forderte mehr Dialog. „Ich schlage einen regionalen Zukunftsgipfel vor, denn wir müssen uns für die Zukunft wappnen“, appellierte er. Denn trotz des gut laufenden Betriebs bliebe viel zu tun: Die Jugend müsse vor Ort gehalten werden, die Infrastruktur sei weiter zu verbessern und es gelte, die Umwelt zu erhalten.

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