Bebauungsplan geändert

Mehr Reihenhäuser am Peitinger Hochweg

Hochweg Peiting Reihenhäuser
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Am Hochweg (links) wird ein kleines Baugebiet geschaffen. Ein Holzhaus (hinten) steht schon. Vorne soll ein Vierspänner mit Reihenhäusern errichtet werden.

Peiting – Der Bebauungsplan für das kleine Gebiet am Hochweg im Norden Peitings ist 2020 aufgestellt worden, da kommt es jetzt schon zur ersten Änderung. Anlass dafür ist, dass Bauträger auf zwei Grundstücken beim Kreisel an der Wanderhofstraße mehr Reihenhäuser errichten wollen. Auf einer Fläche soll ein Vierspänner (bis drei Einheiten) hochgezogen, auf der anderen Seite ein Dreispänner ermöglicht werden.

Die neun Räte im Bau- und Umweltausschuss haben in der ersten Sitzung des neuen Jahres der Änderung zugestimmt. Zunächst erläuterte freilich Marktbaumeister Fabian Kreitl die konkreten Änderungen. Auf den beiden Grundstücken nahe des Kreisels an der Wanderhofstraße soll bei den Reihenhäusern mehr Wandhöhe erlaubt werden. Beim Dreispänner, der östlich des Kreisels in einer leichten Senke errichtet wird, sollen gar bis zu 6,30 Meter möglich sein. Des Weiteren sind Änderungen bei den Baugrenzen erforderlich.

Neben der Straße nach Herzogsägmühle steht ein Transparent im schneebedeckten Feld. Aufgestellt hat es ein Immobilienkaufmann aus Schwabniederhofen. Er möchte dort – am unteren, östlichen Ende der Zeile am Hochweg – die Reihenhäuser errichten und vermarkten.

Bürgermeister Peter Ostenrieder erklärte, dass die „Zugabe“ bei der Höhe damit zu begründen ist, weil größere Fenster eingezogen werden können, die mehr Licht ins Innere lassen. Grundsätzlich merkte er an, dass sich die Räte in Peiting mit dem Thema Nachverdichtung anfreunden müssten.

Der Flächenverbrauch und die teils horrenden Grundstückspreise auf dem privaten Sektor würden die Situation verschärfen, ergänzte der Rathauschef, der zugleich in Aussicht stellte, „dass wir künftig in die Höhe gehen müssen“. Pro Quadratmeter werden auf dem freien Markt in Peiting mittlerweile Beträge im mittleren und hohen dreistelligen Bereich genommen.

Zuvor hatte Andreas Barnsteiner (Bürgervereinigung) seine Ansicht kund getan. Das Thema Nachverdichtung dürfe nicht überstrapaziert werden. Mit Blick auf die kleinen Grundstücke und Gärten meinte der Bauer plakativ, in der Landwirtschaft gebe es „für jede Kuh und für jede Henne“ Quadratmeter-Vorgaben, bei den Menschen jedoch nicht.

Auch wenn das Ganze einen „negativen Touch“ habe, so könne mit der Änderung einem großen Flächenverbrauch im Außenbereich begegnet werden. Diese Meinung vertrat Franz Seidel von der Bürgervereinigung. Darum sei es gut, dort im Norden des Peitinger Wohngebietes Lexe nachzuverdichten.

Michael Deibler (CSU) erklärte zu dem Thema, dass zwar die Grundstücke kleiner würden. Doch andererseits würde „für jeden Geldbeutel“ die Möglichkeit geschaffen, in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Herbert Salzmann (SPD) stellte den Vergleich an, dass früher die Häuser klein gebaut wurden und die Grundstücke dafür groß waren. Früher hätte es Kinderzimmer mit nur acht Quadratmetern gegeben, heute seien es meistens doppelt so viele. Der Ess- und Wohnbereich habe heute in vielen Häusern 40 Quadratmeter.

Bei so vielen Zahlen wartete auch Bürgermeister Ostenrieder mit einer weiteren Ziffer auf. 46 Quadratmeter Wohnfläche seien es heutzutage pro Person – doppelt so viel wie noch vor vier Jahrzehnten.

Thomas Elste wollte wissen, wie sich auf dem Grundstück mit dem Vierspänner die Situation mit den Garagen darstelle. Da müsse man vier Stück und zusätzlich vier Stellplätze nachweisen. Marktbaumeister Kreitl antwortete, der Stellplatz müsse nicht unbedingt auf demselben Grundstück sein.

Sechs Baugrundstücke hatte die Gemeinde Peiting am Hochweg nördlich der Lexe selbst zu vergeben. Die anderen Plätze (ursprünglich acht Einheiten) konnte bzw. kann der frühere Eigentümer des Feldes selbst an Interessenten abgeben.

jj

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