Für Aufgaben rund um den Platz:

Mehr Zuschuss als beantragt für Hohenfurchs Fußballer

Fußballplatz Hohenfurch Zuschuss
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Eigentlich hatten die Fußballer 5.000 Euro beantragt. Der Gemeinderat legte nochmals 50 Prozent drauf.

Hohenfurch – Als der Zuschuss­antrag der Abteilung Fußball des örtlichen Sportvereins in Höhe von 5.000 Euro bei der zurückliegenden Gemeinderatssitzung zur Sprache kam, hatte deren Abteilungsleiter Matthias Zeidlmaier seinen Platz als Angehöriger des Gremiums zuvor freiwillig geräumt. Dem Hinweis von Bürgermeister Guntram Vogelsgesang nach wäre jedoch „nur der Vorsitzende eines Vereins auszuschließen“ gewesen. Ins Hintertreffen gerieten die Fußballer dadurch aber nicht, ganz im Gegenteil. 

Der Zuschuss soll unter anderem auch dazu dienen, den derzeitig hohen Wasserverbrauch bei der Bewässerung des Fußballplatzes künftig ökologischer und auch ökonomischer zu gestalten. Hierzu hatte man sich im Vorherein die Bewässerungsanlage in Rottenbuch angeschaut.

Das dortige Gerät wird durch den Wasserdruck nach vorn bewegt und die Bewässerung automatisch am anderen Platzende eingestellt. Guntram Vogelsgesang hob neben der gleichmäßigeren Bewässerung insbesondere den ökologischeren Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser hervor. Für die noch nicht abschließend ermittelten Kosten für das Gerät und die erforderliche Druckerhöhungsanlage gebe es den Worten des Bürgermeisters zufolge bereits einen beantragten und zugesagten Zuschuss über sogenannte Kleinprojekte.

Neben den vielen Aktivitäten der Hohenfurcher Fußballer stellte Guntram Vogelsgesang nochmals deren besonderes Engagement bei der Erneuerung der Flutlichtanlage und die Umstellung der Strahler auf LED im Jahr 2020 hervor. Für die seinerzeit entstandenen Kosten in Höhe von 29.150 Euro hatte der Verein akribisch alle möglichen Fördermöglichkeiten recherchiert und dann selbstverständlich „völlig legal“ genutzt. So kam es, dass die Fußballabteilung lediglich knapp 3.830 Euro zu bestreiten hatte. Der Hauptkostenanteil wurde durch Zuschüsse des Freistaates Bayern, ausgereicht über den Bayrischen Landessportverband und vom Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, in Höhe von zusammen fast 23.000 Euro übernommen. Von den ursprünglich durch die Gemeinde maximal avisierten 10.000 Euro war diese letzten Endes nur noch mit 2.500 Euro an den vergleichsweise viel höheren Kosten beteiligt. „Wir sind da als Gemeinde sehr, sehr günstig weggekommen“ wusste Bürgermeister Vogelsgesang das damalige Engagement der Fußballer bei der Sitzung neuerlich zu würdigen.

Schließlich war es Gremiumsmitglied Josef Schmidbauer, der den anderen Mitgliedern vorschlug, dass man aufgrund der seinerzeitigen Einsparung beim Flutlicht in Höhe von 7.500 Euro der Abteilung Fußball für deren aktuelle Aufgaben genau diese Summe zur Verfügung stellen sollte. Ganz offensichtlich war dies eine treffende Argumentation, denn das Gremium folgte dem Vorschlag uneingeschränkt.

Manfred Ellenberger

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