"Ziemlich dicke Packung"

Böbing Open Air steht in den Startlöchern

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Mehr als ein Geheimtipp: Der Auftritt der Thrash Metaller Sweeping Death in Böbing wird mit Spannung erwartet.

Böbing – Zwei Tage im Zeichen der Musik stehen Böbing ins Haus. Am 11. und 12. August steigt die diesjährige Auflage des dort beheimateten Open Air (BOA). Höchste Zeit, gemeinsam mit Mit-Organisator Tobias Braun einen Blick auf das Line-Up zu werfen sowie ein Zwischenfazit zu den Vorbereitungen zu ziehen. Besonderes Schmankerl: Der Kreisbote verlost 3x2 Tickets.

31 Jahre ist es her, da feierte das BOA Premiere. Trotz zwischenzeitlicher Unterbrechungen hat sich das Festival längst zum fixen Termin im Kalender geneigter Musikliebhaber gemausert. „Es dürfte die 27. Auflage sein“, blickt Braun gespannt voraus auf den 11. und 12. August.

„Im letzten Jahr lief es wie geschmiert“, freut er sich und verspricht kleinere Neuerungen, die das Vergnügen in noch höhere Sphären treiben sollen.„Beim Einlass ändern wir das Konzept“, das Procedere mit Bändchen hätte sich nicht bewährt, bilanziert Braun, der die Organisation gemeinsam mit seinen Mitstreitern ehrenamtlich schultert. „Und die Musikanlagen werden aufgestockt.“

Auf ungeteilt positives Echo stieß im letzten Jahr die Entscheidung, das BOA erstmals zweitägig aufzuziehen. Eine Wiederholung sei Wunsch vieler Böbinger gewesen. „Und was das Volk will, soll das Volk bekommen“, so Braun. Er ist guten Mutes, dass auch das diesjährige Line-Up jede Menge Gegenliebe weckt. Neben den weithin bekannten Bananafishbones und dem Volbeat-Tribute Still Counting freue er sich insbesondere auf die Thrash Metaller von Sweeping Death, die sich schon als Vorband der legendären Brasilianer von Sepultura ihre Sporen verdienten: „Die haben mich sehr begeistert, die Fachmagazine auf ihrer Seite und krass Gas gegeben. Von denen wird man noch einiges hören.“

Mit den Meriten, als Einheizer für echte Genre-Größen aufgelaufen zu sein, dürfen sich auch weitere Bands schmücken, die sich in Böbing die Ehre geben: Tenside tauchte im Vorprogramm der Emil Bulls und Soulfly auf, Stepfather Fred gaben die Steigbügelhalter für J.B.O. Beim Emergenza- sowie dem Taubertal-Festival waren Mr. Serious + The Groove Monkeys dabei, die Gamskampler sind seit 2016 Sieger des Heimatsound-Wettbewerbs. Daneben debütieren beispielsweise Mia Masu, Sonority, Stoss-Stange und Shatterhand in Böbing. „Insgesamt ergibt das eine ziemlich dicke Packung“, ist Braun überzeugt. Er stellt rückblickend auf die letzten Jahre fest, dass das BOA immer mehr Geschmäcker bediene.

Lag der Fokus früher eher auf Punk, Metal und Hardcore, sei das Spektrum mittlerweile breiter. „Wir wollen einen guten Crossover aus Nische und Mainstream.“ Wenngleich die Böbinger sich durchaus auch für Exotisches begeistern könnten: „Ich erinnere mich an einen Auftritt der Death Metal-Band ‚Knopf‘, den auch die Älteren total abgefeiert haben.“ Unverändert bei der Zusammenstellung des Lineups sei hingegen die regionale Komponente. „Das ist uns wichtig, mittlerweile gibt es hier nicht mehr viele Bühnen, auf denen man auftreten kann.“

Das komme an: Der Vorverkauf laufe sehr gut. „In den Betrieben, in denen wir Tickets verkaufen, reißen sie sie uns aus der Hand.“ In Weilheim und online setzen die Veranstalter auf einen starken Zwischenspurt, begünstigt durch den Monatsanfang.

Die Chancen, dass wie im letzten Jahr, als freitags rund 1 000 Festivalbesucher am Start waren, erneut mit großem Interesse zu rechnen sein wird, sind groß. „Die Leute kommen aus einem Umkreis, der 100 bis 150 Kilometer groß ist“, weiß Braun. Denn das BOA genieße bei Liebhabern, die „familiären Touch statt überfüllter und ausgelutschter Massen-Events“ suchten, einen guten Ruf.

Er rät dazu, sich schon im Vorfeld mit Tickets einzudecken. Infos finden sich auf der Festival-Homepage. Außerdem verlost der Kreisbote auf seiner Facebook-Seite 3x2 Tickets für die große Sause.

ras

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