Tiergestützte Intervention

Mitarbeiter auf vier Pfoten für den Kindergarten Luftballon

Hündin Jara unterstützt  mit Heilpädagogin Petra Mayerhofer (rechts) die Mitarbeiter im Kindergarten Luftballon. Darüber freut sich auch Leiterin Sandra Berkmüller (links).
+
Hündin Jara unterstützt mit Heilpädagogin Petra Mayerhofer (rechts) die Mitarbeiter im Kindergarten Luftballon. Darüber freut sich auch Leiterin Sandra Berkmüller (links).

Schongau – Mit einem neuen Programm unterstützt der städtische Kindergarten Luftballon in Schongau die Kinder mit besonderen Bedürfnissen, um deren Entwicklung positiv zu beeinflussen. Im Bereich der Frühförderung der Integrativkinder arbeitet der Kindergarten Luftballon sehr eng mit der Kinderhilfe Oberland zusammen. Für die Arbeit mit diesen Kindern wurde im Herbst 2020 in Kooperation mit der Frühförderstelle Schongau unter der Leitung von Peter Nunner die tiergestützte Intervention eingeführt.

Einmal in der Woche bringt die Heilpädagogin Petra Mayerhofer ihre Hündin Jara mit in den Kindergarten. Die Kinder lernen die Bedürfnisse des Hundes kennen und auf seine Zeichen zu achten. Gemeinsam mit den Kindern spielt Petra Mayerhofer mit dem Hund, aber auch taktile Erfahrungen wie Streicheln des Hundes gehören zum Programm.

„Über den Hund lernen die Kinder den richtigen Umgang mit Tieren“, erklärt Mayerhofer, „viel wichtiger aber ist, dass die Kinder über den Kontakt mit dem Hund Verantwortungsbewusstsein und Selbstbewusstsein gewinnen.“

Die tiergestützte Intervention fördert zudem die Konzentrationsfähigkeit, die motorische und sprachliche Entwicklung sowie die Fähigkeit zu sozialen Bindungen. „Ganz gleich, welche Bedürfnisse die einzelnen Kinder haben, der Umgang mit dem Hund stärkt die Kinder in ihren individuellen Kompetenzen und fördert sie in den Bereichen, in denen sie noch Unterstützung benötigen“, sagt Petra Mayerhofer. „Tiergestützte Intervention ist ein wertfreier Mensch-Tier-Kontakt, der alle Bildungsbereiche fördern kann.“

„Doch neben all den pädagogischen Zielen und wissenschaftlichen Erkenntnissen“, so Einrichtungsleitung Sandra Berkmüller, „ist es vor allem die Freude und der Spaß, die mit der Hündin Jara unsere Arbeit im Kindergarten bereichert und zum Erfolg führt.“

Das Angebot richtet sich zunächst einmal an die Kinder, die hier einen Förderbedarf aufweisen. Je nach Förderauftrag des einzelnen Teilnehmenden wird die Intervention individuell abgestimmt, geplant und durchgeführt.Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung durch die Pädagogen im Kindergarten, der kontinuierliche Austausch untereinander und das gemeinsame Benennen der Förderziele und Schwerpunkte der jeweiligen Intervention. So achtsam wie auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen wird, werde natürlich auch auf die Bedürfnisse und Signale des Hundes geachtet. Die artgerechte Haltung von Jara sei ebenso selbstverständlich wie die regelmäßigen Kontrollen und Absprachen mit dem Tierarzt und dem Kreisveterinäramt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Haarraum-Home Schongau: Mobiles Haareschneiden made by Carina Schwarz
Haarraum-Home Schongau: Mobiles Haareschneiden made by Carina Schwarz
Ärger über Schongaus Straßen und E-Biker im Forchet
Ärger über Schongaus Straßen und E-Biker im Forchet

Kommentare