Positives Fazit

Mittelalter in Coronazeiten: Markt in Altenstadt ein Erfolg

Mittelaltermarkt in Altenstadt mit Standbetreibern und Organisatoren
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Sie gaben sich ein Stelldichein bei der Gewandhütte. Von links: Der begeisterte Mittelaltergänger Dieter Thaler, Gewandhüttenbetreiberin Sabine Bergmann, Organisator Roland Cieslak, Veranstalter(in) Wolfgang Funk und Margit Gauder, die ebenfalls begeisterte Mittelaltergängerin Silvia Thaler sowie Michael Bergmann von der Gewandhütte.

Altenstadt – Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit. Für den langhin angekündigten und von den beteiligten Marktstandbetreibern herbeigesehnten Mittelaltermarkt waren die Zelte, Hütten und Stände auf dem Festplatz in Altenstadt weithin sichtbar aufgeschlagen worden. Am Freitag um 18 Uhr nahm dann bei den Trommlerklängen von „Ansgars Luchse“ mit dem Fest­einzug aller beteiligten Darsteller, Händler, Künstler und Lagervölker ein buntes Mittelaltertreiben bis zum Ausklang des Marktes am Sonntag seinen Lauf.

Trotz der Vorgabe, dass sich aufgrund der Coronaauflagen maximal 200 Gäste gleichzeitig auf dem Festplatz aufhalten durften, konnten sowohl die Veranstalter Wolfgang Funk und Margit Gauder als auch der mit der Organisation betraute Roland Cieslak die Ausrichtung des Markts als Erfolg verbuchen. „Für das was Leute da waren, war es in Ordnung“, resümierte am späten Sonntagnachmittag auch Sabine Bergmann, die gemeinsam mit ihrem Mann Michael die Gewandhütte betreibt. Für die Bergmanns, die seit August 2009 ihre „schöne Gewandung für kleine Münze“ bislang jeweils rund zehnmal im Jahr auf verschiedenen Märkten angeboten hatten, war es die erste Veranstaltung in diesem Jahr. Und die bezeichnete Sabine Bergmann als „schönen Jahresabschluss“. Und so wie sie würden auch die weiteren 25 Marktstandbetreiber die aktuelle Sachlage empfinden.

Fotostrecke zum Mittelaltermarkt in Altenstadt

Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg.
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg. © Ellenberger
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg.
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg. © Ellenberger
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg.
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg. © Ellenberger
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg.
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg. © Ellenberger
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg.
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg. © Ellenberger
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg.
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg. © Ellenberger
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg.
Die mit viel Aufwand errichtete Kulisse wirkte aufgrund der auf 200 Personen festgelegten Besucherzahl bisweilen recht überschaubar. Trotz Coronaregeln war der Markt ein voller Erfolg. © Ellenberger

Anerkennende Worte fand Veranstalter Wolfgang Funk für alle anwesenden Teilnehmer, Künstler, Darsteller, Ordner und Helfer. Alle hätten sich sehr vorbildlich verhalten und alle Hygienemaßnahmen penibel eingehalten. Auch den Besuchern, die trotz der Vorgabe zum Tragen der Mund- und Nasenabdeckung zahlreich erschienen seien und auch alle Regeln eingehalten hätten zollte er Respekt. Dass diese ihr volles Verständnis für die Situation gezeigt hätten, bekundeten auch viele Standbetreiber.

Als am ersten Abend „Severinus der Henker“ das 200-köpfige Besuchervolk zum Ausgang(sTor) begleitete, hatten zuvor neben ihm die Band Whiteless Day und Gaukler Gregorius mit einer Feuershow für gute Stimmung gesorgt. Bei der Markteröffnung am folgenden Vormittag trieb unter anderem der weltbeste Trickbetrüger Bayerns Captain Jack sein Unwesen und die Jongliergruppe der Bewegungskünste aus Gilching zeigte ihre Künste.

Nach dem neuerlichen Festeinzug dankte Veranstalter Wolfgang Funk allen aktiv Beteiligten und im Besonderen der Gemeinde Altenstadt, die sich bei der Gemeinderatssitzung im Juni einstimmig für die Durchführung ausgesprochen hatte. Auch Bürgermeister Andreas Kögl zeigte sich begeistert davon, dass das Mittelalter in seine Gemeinde Einzug gehalten hatte. Als sich der Altenstadter Gemeinderat Ende Juni ganz im Sinne des Bürgermeisters einstimmig für die Durchführung eines Mittelaltermarktes ausgesprochen hatte, war man noch von einer deutlich höheren Besucherzahl von mehr als 600 Personen ausgegangen. Das aber sollte die positive Stimmung am vergangenen Wochenende nicht übermäßig trüben, denn zu sehen und zu bestaunen gab es einiges auf dem Markt.

Nach dem ersten Auftakt ging es mit dem Schwerterbund und Kämpfen auf der ebenerdigen Bühne und einer Entführung der Maid des schwarzen Ritters weiter. Immer wieder kam es zu beeindruckenden Schaukämpfen. Musikalisch wurde das Treiben am Samstag und Sonntag durch die Live Band Tibetréa aus Geretsried begleitet. Die Füssener Bogenschützen boten Bogenschießen an und Märchenerzähler Dieter erzählte Märchen für Kinder und Erwachsene. Mehrere Feuershows des Feuerspielers Ignis Diaboli erhellten den sams­täglichen Abend und Natanael der jüngste Feuerspieler zeigte sich gekonnt in dieser Kunst, während die Band Tibetréa den Markt bis in die Nacht musikalisch begleitete.

Nach dem sonntäglichen Einzug mischten sich die Straßenmusikanten Eleya Volk unter die Besucher. Jongleure aus Gilching zeigten ihre Künste und Severinus der Henker stellte die Wikinger und ihre Kampfstiele und Waffen vor. Auch am Sonntag fanden immer wieder kleine Schaukämpfe statt und Gaukler Gregorius und Bayerns Captain Jack trieben ihr Unwesen. „Für die Besucher gab es viel zu staunen und zu lachen“, wusste Veranstalterin Margit Gauder zu berichten. Dazu gehörten die Lagergruppen.

Gleich mehrere Versorger für das leibliche Wohl hatten Einzug auf dem Festplatz gehalten. An den fünf Ständen gab es neben Met und Getränken auch Grillfleisch und Drachenwurst sowie Asiatische Verführungen und Kartoffelspiralen und Pilze am Spieß. „Drachenstriezel“ mit Kaffee, Langosch und Baumstriezel rundeten die beachtliche kulinarische mittelalterliche Vielfalt ab.

Bei einer Tavernenrunde kurz vor Veranstaltungsende konnte Wolfgang Funk ein positives Fazit ziehen. Sowohl die Organisation als auch die aufgrund der Coronaauflagen erschwerte Durchführung hatten sich als erfolgreich erwiesen. Das Wetter hatte den Markt mit einem Spätsommerwochenende wie aus dem Bilderbuch beschenkt und damit dazu beigetragen, den Altenstadter Mittelaltermarkt „in Zeiten wie diesen“ zu einer kleinen Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

Manfred Ellenberger

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