Möbelcentrale und Hirschvogel bauen an

Im Westen viel Neues

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Direkt an das bestehende Möbelhaus wird im Süden das neue Lager der Möbelcentrale angebaut.

Schongau – Schon länger hatten es die Spatzen vom Dach gepfiffen, seit kurzem ist es ganz offiziell: Sowohl die Möbelcentrale als auch Hirschvogel vergrößern ihre Stand-orte im Gewerbegebiet Äußerer Westen. Für die Millionen-Projekte hat die Stadt jetzt die nötigen Genehmigungen erteilt.

Wer in der MöbelCentrale einkauft, der muss sperrige Ware im Lager abholen. In diesem Punkt unterscheidet sich das Schongauer Möbelhaus nicht von der Konkurrenz. Doch wo man dazu woanders einfach ein paar Schritte weitergeht, müssen Kunden der Möbelcentrale erst einmal den Ort wechseln. Denn das Lager befindet sich noch immer einige Autominuten entfernt in Altenstadt, wo das Unternehmen einst seinen Hauptsitz hatte. Und auch für das Möbelhaus selbst ist die räumliche Trennung alles andere als komfortabel. „Es ist viel Fahrerei für unsere Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Markus Strommer. 

Kein Wunder, dass es bereits seit fünf Jahren Pläne gibt, das Lager direkt in Schongau anzusiedeln. Allein, es mangelte an den dafür nötigen Grundstücken. Doch mittlerweile hat das Unternehmen die benötigten Flächen erwerben können und treibt das Projekt voran. Jüngst befasste sich der Schongauer Bauausschuss erstmals öffentlich mit dem Vorhaben.

Laut Strommer soll der geplante, rund 2,5 Millionen Euro teure Anbau im Süden rund 8000 Quadratmeter Lagerfläche umfassen. Für ihn müssen die derzeit dort befindlichen kleineren Gebäude weichen. Jedes Stockwerk des Haupthauses bekommt eine eigene Verbindung zum Lager, was die Arbeit der Mitarbeiter enorm erleichtert. Apropos Mitarbeiter: Alle 18 Beschäftigten, die derzeit in Altenstadt arbeiten, werden am neuen Standort übernommen, betont der Geschäftsführer. 

Wie es mit dem alten Gebäude weitergeht, ist aktuell noch offen. Strommer hofft, dass sich das Musikhaus Kirstein, das schon jetzt einen Teil der Flächen gemietet hat, vergrößert. „Entschieden ist aber noch nichts.“ Der Bauausschuss stand dem Vorhaben mehrheitlich positiv gegenüber. Ein Problem ist laut Stadtbaumeister Ulrich Knecht die vorbeiführende Straße, für die der Bebauungsplan geändert werden müsse. 

In diesem Zuge will man auch durchsetzen, dass auf dem Gelände weitere Bäume gepflanzt werden. Dies sei beim Bau der MöbelCentrale vergessen worden, erläuterte Architekt Dietmar Hörner. Je nach Dauer des Verfahrens hofft Strommer auf einen Baubeginn noch in diesem Jahr. „Bis spätestens Mitte 2015 wollen wir fertig sein.“ 

Ebenfalls aufs Tempo drückt die zweite Firma, die im Äußeren Westen erweitern will. Noch im August will Hirschvogel mit dem Bau neuer Parkplätze auf dem ehemaligen Deponiegelände beginnen. Erst wenn diese fertig sind, kann die Firma ihre eigentliche Erweiterung angehen. Dort, wo sich aktuell die Stellplätze befinden, sollen zwei neue Hallen entstehen mit einer Gesamtgröße von 9600 Quadratmeter. Hinzu kommen ein Pförtnerhaus und 27 Parkplätze. 

„Es ist toll, dass die Firma weiter investiert“, freute sich SPD-Fraktionschefin Ilona Böse. Ähnlich sahen es ihre Kollegen. Einstimmig genehmigte der Bauausschuss die notwendigen Befreiungen.

Christoph Peters

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