MöbelCentrale nimmt Lager in Betrieb

"Investition in die Zukunft"

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Das neue Lager der MöbelCentrale in Schongau ist über einen gläsernen Trakt direkt mit dem bestehenden Gebäude verbunden.

Schongau – Es ist das größte Projekt seit dem Neubau der MöbelCentrale in Schongau vor zehn Jahren: Über drei Millionen Euro hat das Unternehmen in den Anbau des neuen Lagers investiert. Im November ging es in Betrieb. Für Geschäftsführer Markus Strommer junior ein „Meilenstein“, von dem Kunden und seine Firma gleichermaßen profitieren.

Wer in einem Möbelhaus einen größeren Artikel zum Mitnehmen kauft, der kennt das Spiel: Als erstes führt der Weg an die Kasse, um zu zahlen. Anschließend geht‘s zur Warenausgabe. Das ist auch in der MöbelCentrale in Schongau nicht anders.

Doch im Unterschied zur Konkurrenz musste der Kunde bis vor kurzem zwischen Schritt eins und zwei die Ortschaft wechseln. Denn das Lager befand sich immer noch dort, wo das Möbelhaus bis vor zehn Jahren seinen Stammsitz hatte – im benachbarten Altenstadt.

Warum, dafür gibt es einen einfachen Grund, wie Geschäftsführer Markus Strommer erklärt: „Es fehlte auf dem Grundstück in Schongau schlicht am Platz, um neben dem Neubau auch noch das Lager unterzubringen.“

Das war nicht nur aus Sicht des Kunden unbefriedigend, sondern bedeutete auch für das Unternehmen viel Mehraufwand. Täglich mussten LKWs zwischen beiden Standorten hin und her pendeln. Neben dem vermehrten Zeitaufwand habe man dabei auch immer die Gefahr, dass etwas kaputt gehe, so Strommer.

Eine Lösung bahnte sich an, als das Unternehmen vor einigen Jahren das südlich des Möbelhauses gelegene Grundstück erwerben konnte. Das letzte Mosaikstück folgte 2013 mit dem Kauf der dazwischen verlaufenden Gogoliner Straße. Damit war der Weg frei für den Anbau des Lagers. Im vergangenen Jahr starteten die Bauarbeiten. Im November ging das Gebäude mit 10 000 Quadratmeter Lagerfläche in Betrieb.

Geschäftsführer Markus Strommer (li.) und Prokurist Günther Fastner in der neuen Warenausgabe.

Seitdem müssen Kunden nicht mehr nach Altenstadt fahren, um ihre gekauften Möbel abzuholen. Die neue Warenausgabe befindet sich quasi um die Ecke auf der Südseite des Gebäudes. Dank großem Vordach können Kunden ihr Auto sogar im Trockenen parken. „Wir haben endlich zusammengeführt, was zusammengehört“, sagt Markus Strommer nicht ohne Stolz. 5000 Möbel bietet das Unternehmen sofort zum Mitnehmen an – deutlich mehr als bisher und ein wichtiger Aspekt in Zeiten des Internets.

Doch nicht nur die Kunden profitieren, auch für das Unternehmen selbst bringt das neue Lager einige Vorteile. So fallen die Fahrten zwischen den beiden Standorten weg. Durch den direkten Zugang jedes einzelnen Stockwerks zum Lager sind die Wege deutlich kürzer für die Mitarbeiter.

Die eigenen LKWs stehen nun nicht mehr wie in Altenstadt draußen vor der Tür, sondern parken im Trockenen hinter Rolltoren. „So können wir sie schon am Abend für die Tour am nächsten Tag beladen, ohne Angst vor einem Diebstahl haben zu müssen“, sagt Prokurist Günther Fastner. Auch die Müllcontainer befinden sich nun vor Ort unter Dach. Der tagtägliche Abfalltransport nach Altenstadt entfällt.

Ein besonderes Augenmerk hat das Unternehmen auf den energetischen Standard des Anbaus gelegt. Eine gute Dämmung samt Naturlüftung sowie LEDs für die Beleuchtung, helfen, Energie zu sparen. Der Clou ist für Strommer aber die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. „Mit einer Leistung von jährlich rund 220000 Kwh können wir 40 Prozent unseres Energiebedarfs decken“, rechnet der Geschäftsführer vor.

Apropos Kosten: Mehr als drei Millionen Euro hat das Unternehmen in den Anbau investiert. Mit ein Grund für die hohe Summe ist auch, dass das Lager nicht einfach an das bestehende Gebäude angefügt wurde, sondern dazwischen ein verglaster Trakt für eine Auflockerung der Fassade sorgt. Hier soll im Erdgeschoss künftig die Gartenmöbel-Ausstellung auf rund 500 Quadratmeter ihren Platz finden. „Für uns ist es eine Investition in die Zukunft“, sagt Strommer.

Das gilt auch für die Mitarbeiter. Alle 17 seien vom bisherigen Standort in Altenstadt übernommen worden, so der Geschäftsführer, fünf weitere sollen bald neu eingestellt werden. Und auch die Zukunft des alten Verkaufsgebäudes in der Nachbargemeinde ist gesichert: Die Firma Kirstein, bislang schon Untermieter, hat einen Mietvertrag für den 12000 Quadratmeter großen Komplex unterzeichnet.

Christoph Peters

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