Motorradfahrer stirbt bei Horror-Crash auf der B472

Frontal in den Gegenverkehr

+
Das Motorrad des Unglückfahrers brannte völlig aus. Im Hintergrund der ebenfalls zerstörte Kleinwagen, in den der 22-Jährige prallte.

Schongau – Es war ein Horror-Unfall, der sich am Sonntagnachmittag auf der Bundesstraße 472 westlich von Schongau ereignet hat. Ein 22-jähriger Motorradfahrer raste frontal in einen entgegenkommenden Kleinwagen. Der Dießener war sofort tot. Die vier Insassen des Autos – darunter ein zweijähriges Kind – wurden zum Teil lebensbedrohlich verletzt.

Es ist 14.30 Uhr. Der Dießener ist gemeinsam mit einem Freund aus Peißenberg auf der B472 unterwegs. Die beiden wollen mit ihren Motorrädern zum Auerberg. Rund zwei Kilometer nach Schongau hinter der Abzweigung zur Futtertrocknung Altenstadt geschieht das Unglück. 

Der 22-Jährige gerät mit seiner Suzuki auf die Gegenfahrbahn. Vielleicht will er seinen Begleiter, der vor ihm fährt, überholen. Vielleicht ist es Unachtsamkeit. In diesem Moment kommt ihm ein Kleinwagen entgegen, vollbesetzt mit einer Kaufbeurer Familie. Der Dießener kann nicht mehr ausweichen. Mit voller Wucht prallt er frontal in das Auto, schleudert über das Dach und fliegt gegen die Motorhaube eines nachfolgenden Wagens. 

Sein Motorrad gerät durch den Aufprall in Brand und brennt völlig aus. Für den Dießener kommt jede Hilfe zu spät, er stirbt noch an der Unfallstelle. 

Binnen kurzer Zeit treffen Rettungskräfte ein, die sich um die Familie im ebenfalls völlig zerstörten Kleinwagen kümmern. Der Fahrer, ein 24-jähriger Kaufbeurer, ist eingeklemmt. Die Feuerwehr muss ihn mit der Rettungsschere befreien. Gleiches gilt für seine 51-jährige Schwiegermutter, die hinter ihm sitzt. Beide werden mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Unfallkrankenhaus nach Murnau geflogen. 

Horror-Unfall auf der B472

Die auf dem Beifahrersitz sitzende Freundin des Fahrers wird schwer verletzt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Begleitet wird die 24-Jährige von der zweijährigen Tochter des Paares, die wie durch ein Wunder den Unfall nahezu unbeschadet überstanden hat. 

Insgesamt 45 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Schongau und Altenstadt waren mit neun Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Hinzu kamen zwei Rettungshubschrauber, drei Rettungswagen und ein Krankenwagen sowie ein Notarzt. Die Bundesstraße war bis 19 Uhr komplett gesperrt. 

Warum genau der Unglücksfahrer auf die Gegenspur geriet und ob er sich möglicherweise ein Rennen mit seinem Freund geliefert hatte, soll laut Polizeisprecher Manfred Maier jetzt ein unfallanalytisches Gutachten klären.

Christoph Peters

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau
Große Bundeswehr-Vereidigung am Marienplatz
Große Bundeswehr-Vereidigung am Marienplatz
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion