Mühlentag in Schwabsoien

Es klappert am rauschenden Bach

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Seit 1998 wird in der Hammerschmiede interessierten Besuchern vorgeführt wie früher Werkzeug hergestellt wurde.

Schwabsoien – Tausende begeisterte Besucher zog der Mühlentag in Schwabsoien am Pfingstmontag auch heuer wieder in seinen Bann – sehr zur Freude der Veranstalter. Selbst das Wetter hatte ein Einsehen.

Die Besucher kommen längst nicht mehr nur aus dem Umkreis, wie man aus den Nummernschildern der parkenden Autos schließen konnte. Johann Hartmann, einer Initiatoren und Betreiber des Kutschenmuseums, zeigte sich sichtlich zufrieden mit den Besucher-zahlen. „Die Menschen haben sich nicht von der schlechten Wetterprognose abschrecken lassen und sind zahlreich gekommen. Wir können wirklich zufrieden sein“, sagte er. Der Himmel hielt an diesem Tag seine Schleusen geschlossen und so blieb genügend Zeit die verschiedenen Attraktionen des Schwabsoier Mühlentags zu bewundern. 

Viele Familien mit Kindern wanderten von Station zu Station. Bei der Ausstellung alter Traktoren und Fahrzeuge wurde gefachsimpelt und in Erinnerungen geschwelgt. Besondere Attraktion bei Groß und vor allen Dingen Klein war die Hammerschmiede. Fasziniert sahen die Besucher, wie im Schmiedefeuer Eisen zum Glühen gebracht und mit einem der schweren Schwanzhämmer bearbeitet wurde. Bei manchem jungen Zuschauer wird wohl bis auf Weiteres der Berufswunsch Schmied an erster Stelle stehen. 

 Aber auch das Kutschenmuseum, das man nur im Rahmen einer Führung besuchen konnte, und die Pröbstl-Mahlmühle, in der das Getreide noch nach althergebrachter Methode gemahlen wird, konnten sich über Interesse nicht beklagen. Für viele Besucher war es interessant zu hören, dass es sich bei der Mahlmühle nicht um ein Museumsstück handelt, sondern sie nach wie vor in Betrieb ist. 

Dieses Jahr erstmalig war die Ausstellung über den Fluss, dem Schwabsoien alles zu verdanken hat: die Schönach. Von der Quelle, die ebenfalls auf Schwabsoier Grund liegt, bis zur Mündung war der Titel der Dokumentation über das Leben und Arbeiten an und mit der Schönach. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, die auch von der Schönach geprägt werden. Im Rahmen des Mühlenweges konnte man auch die außergewöhnliche Quelle der Schönach besichtigen und viel Interessantes darüber erfahren. 

Wer mehr wissen wollte, nahm an einer der Führungen auf dem Mühlenweg und zu den Museen teil. Siegfried Neumann, Bürgermeister der rührigen Gemeinde, ließ es sich nicht nehmen, die Führungen selbst durchzuführen und er hatte vieles zu erzählen. „Ich denke, wir können stolz auf den Schwabsoier Mühlentag sein“, erklärte Siegfried Neumann. „Gerade wenn man bedenkt, dass es sich nicht um einen Verein handelt, der die Museen organisiert, sondern alles auf Privatinitiative engagierter Schwabsoier Bürger basiert, die Führungen durch ihre Museen interessierten Gruppen gegen Voranmeldung rund ums Jahr anbieten.“ rg

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