Wohnquartier am Peitinger Bahnhof:

Fragen bleiben offen

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Die Skizze zum Bebauungsplan mit dem Namen „Bahnhof Ost, Teil 1“. Der weiße Riegel an der Bahnhofstraße (oben, gelb) ist die große Wohnanlage. Unten die Stadthäuser (links) und die Reihenhäuser (rechts). Gelb schraffiert sind die Wege ins Wohnquartier.

Peiting – Eigentlich wollten sich die Peitinger Gemeinderäte in der Schlusssitzung am Dienstag vor Weihnachten harmonischen Themen wie der Errichtung einer Sitzbank an der Wanderhofstraße oder dem Gewähren einer Weihnachtsspende widmen. Doch es kommt anders: Weil diese Woche in der Sitzung viele Fragen zum geplanten großen Wohnquartier in Peiting aufgetischt wurden und offen geblieben sind, geht es nochmals um die Abwägung zu diesem Bebauungsplan „Bahnhof Ost Teil 1“. Dann aber mit Architekt Rudolf Schlamberger aus Augsburg.

Beim Thema des geplanten großen Wohnquartiers auf dem früheren Bundeswehr-Areal südlich des Bahnhofs war es Gemeinderat Merk, der nachhakte. Er wollte Auskunft dazu, dass der fachliche Naturschutz diese Variante „der extremen innerstädtischen Verdichtung“ ablehne. Dazu antwortete Bettina Habersetzer vom Bauamt freilich, in Abklärung mit dem Landratsamt seien Kenndaten wie die Geschossflächenzahl im Sinne einer dichteren Bebauung nach unten korrigiert worden.

Ein weiteres Stichwort war der Schallschutz zur Bahnhofstraße hin und zum geplanten Gewerbegebiet auf der Nordseite, den Norbert Merk und Thomas Elste ansprachen. Bettina Habersetzer erklärte dazu, ein Schallschutzgutachten liege vor. Auch hieß es, dass für bestimmte Wohnungen in Höhe der Zufahrt zum Bahnhof Schallschutzfenster erforderlich seien.

Was ist mit dem Müllauto?

Die Zufahrt zwecks Müllabfuhr sprach Herwig Skalitza (CSU) an. Dazu gab es seitens der Marktverwaltung widersprüchliche Angaben – ebenso wie zu der Anmerkung von Alfred Jocher (parteilos), der auf den Bürger­einwand zu den Parkplätzen an der Ferdinand-Reber-Straße im Osten des Quartiers aufmerksam machte. Architekt Rudolf Schlamberger erklärte am Donnerstag auf Anfrage des Kreisboten, dass Müllfahrzeuge auf der Ferdinand-Reber-Straße im Osten die Tonnen der Reihenhäuser aufnehmen können und an der Bahnhofstraße die Müllcontainer, die den Wohnungen zugeordnet sind.

Im Übrigen sei die Wegesituation so gestaltet, dass Autos und auch Möbelwagen in das Quartier einfahren können bis vor zu den sechs Stadthäusern und acht Reihenhäusern. Sammelcon­tainer der EVA Erbenschwang – auch dazu wurde nachgefragt – werden in dem Wohnquartier nicht aufgestellt, sondern vielmehr im zweiten Bauabschnitt direkt am Bahnhofsgelände.

Der Großteil der Stellflächen befindet sich in der Tiefgarage. Die Parkplätze an der Ferdinand­-Reber-Straße werden laut Schlamberger aber so angelegt, dass sie durch einen schmalen Grüngürtel von der Straße abgetrennt sind und so deutlich die Zuordnung zum Wohnquartier zu erkennen sei. Schlamberger hat für die Firma Haseitl Bau (Schongau) die Planungen für das Quartier mit den 70 Wohnungen und mit den 14 Häusern gemacht. Er wird am kommenden Dienstag, 19. Dezember, nach Peiting zur Gemeinderatssitzung kommen. 

Johannes Jais

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