2000 Besucher feiern bis in den Morgen

Musiknacht in Peiting: Sauber aufgespielt

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Rock'n'Roll im M 32: Andi, Dom (rechts) und Flo (hinten) von den „Red Cap Cats“ sorgten für ein volles Haus.

Peiting – Knapp 2000 Besucher in zwölf Gaststätten haben die Musiknacht am vergangenen Samstag wieder zu einem Highlight im Jahreslauf der Marktgemeinde werden lassen. Voll eingeschla-gen hat dabei, dass zwei neue Locations dazu genommen worden sind. Das gilt sowohl für das Auftaktkonzert mit heimischen Interpreten in der Kirche Maria Egg, die selten so gut gefüllt war, als auch für den „Grünen Salon“ an der Bahnhofstraße, wo die Grup-pe „Suk Schirim“ mit feinen Klängen aus osteuropäischen Kulturen aufwartete.

Erst mal in die Kirche: Dieser Versuch hat sich bei der Peitinger Musiknacht – dem Zuspruch nach zu urteilen – voll bewährt. Feine Klänge waren diesmal in der Wallfahrtskirche Maria Egg zu hören. Motto war „Sologitarre trifft Orgel, Sopran und Flöte“. 

Keine Flöte, aber eine einfühlsame, von Constantin Maceasa butterweich gespielte Klarinette gehörte zum Quintett „Suk Schirim“, das im „Grünen Salon“ an der Bahnhofstraße (im ehemaligen Zegala“) die Zuhörer im kleinen, dicht gefüllten Lokal erfreute. 

Die fünfköpfige Gruppe sieht sich der alten Klezmer- und Roma-Tradition verpflichtet. Dass Sängerin Shoshanna nachts um halb zwölf Uhr tänzerisch auch das bekannte Kalinka anstimmte und die vier Männer immer flotter im Tempo wurden, war nur eine Momentaufnahme aus dem Lokal, das sich erstmals an der Musiknacht beteiligte.

„Rigoros“: So heißt die Band, die erst vor vier Monaten ihr Debüt im M 32 gab und diesmal bei der Musiknacht im Café Central einheizte. Leo Brennauer, der Leader, musste freilich auf Andi Nöss (Steingaden) verzichten, der verhindert war; stattdessen musizierte ein Kumpel aus Ulm an der Posaune. Mit Titeln wie „Und mir san wieder dahoam“ oder „Mir isch des so wurscht wia glei nomal was“ pflegen die „Rigorosen“ das Genre Heimatsound. 

Musiknacht in Peiting - die Bilder

Viel geboten war auch in den anderen Locations. Dragoner-Wirtin Monika Pummer hat noch vor Mitternacht eine SMS an Musiknacht-Organisator Michael Schmid geschickt mit der Bitte, dass sie die „RoxxDoxx“ mit den Rock-Klassikern nächstes Jahr wieder haben möchte. 

Kaum noch ein Durchkommen gab es im M 32; dort war die Stimmung nach Mitternacht fast am Siedepunkt, als die Band „Red Cap Cats“ mit den drei Burschen Andreas (Gitarre), Dominik (Kontrabass) und Florian (Percussion) eine geballte Ladung Rock’n’Roll verabreichte. 

Außer im M 32 war in der Schloßberghalle – nachdem zuerst die Band „Nandu“ gespielt hatte – mit der Formation „Live time“ After Party bis kurz vor drei Uhr angesagt. Bei Schlagern wie „Griechischer Wein“ oder „Marmor, Stein und Eisen bricht“, die Sängerin Lusia aus Nürnberg und Mike Schmid senior kräftig ins Mikro schmetterten, kam Stimmung auf in der großen Halle. 

Einem Paar aus Lechbruck, das den Abend in der Halle ausklingen ließ, hat die Peitinger Musiknacht super gefallen. Schade, dass man nur ein paar Lokale aufsuchen könne. Die ganze Vielfalt könne man sich an so einem Abend nicht geben, sagten der Lechbrucker und seine Partnerin. 

Die meisten Gruppen werden so im nächsten Jahr wieder bei der Musiknacht zu hören sein, kündigt Organisator Michael Schmid an. Nur: Statt „Live Time“ wird bei der Musiknacht am 4. Juni 2016 die Oktoberfest-Band „Sepp Folger und seine Münchner Musikanten“ in einer dann blau-weiß dekorierten Schloßberghalle auf der Bühne stehen. Mit Musikern, die auch bei „Live Time“ spielen. Wie Michael Schmid am Schlagzeug.

Johannes Jais

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