Böbing Openair

Punk, Metal und Heimatsound

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Da ist was geboten: 850 Besucher am Freitag und 1 000 am Samstag sorgten für mächtig Betrieb vor den Bühnen. Dennoch blieb alles friedlich, die Organisatoren sind hochzufrieden.

Böbing – Das Böbing Openair, es ist längst ein dick im Kalender eingetragener Termin für viele Rock-Freunde aus der Region und darüber hinaus. Auch in diesem Jahr durfte sich der Verein Kunst & Krempl e.V., der die Organisation stemmt, über großen Besucherzuspruch freuen. Das Erfolgsrezept, das am vergangenen Wochenende abermals aufging: Eine friedliche und familiäre Atmosphäre, ein musikalisch breites Spektrum sowie ein Ort, der voll hinter dem Event steht.

Los ging es am Freitag um 17 Uhr bis in die frühen Morgenstunden um etwa 5 Uhr. Die Verschnaufpause fiel kurz aus, schon fünf Stunden später stand für die Camper das Frühstück an.

Rund 850 Besucher am Freitag und zirka 1 000 am Samstag, das ist die Bilanz, die Tobias Braun ziehen kann. Er ist einer der Hauptorganisatoren des Böbing Openair.

Eine Woche Aufbau haben er und sein Team – um die 40 freiwilligen Helfer – hinter sich. „Es hat sich gelohnt“, freut sich Macher Braun. Mit dem Zuschaueransturm sind er und der Verein Kunst & Krempl e.V. sehr zufrieden. Besonders auch damit, dass es ein sehr friedliches Festival war. Bis auf kleinere Verletzungen, Pogo-Unfälle oder Gäste, die ausnüchtern mussten, gab es keine besonderen Vorkommnisse.

Bewährtes und Experimentierfreude

Alle 18 angekündigten Bands konnten auftreten und dem Publikum einheizen. Es wurde im Wechsel auf zwei Bühnen gespielt, was den nahtlosen Übergang von einer zur nächsten Band ermöglichte.

Dabei waren unter anderem die Banana-Fishbones, Johnny Beat, Still Counting, Mila Masu, Gamskampler und Mr. Serious and the Groove Monkeys, mit denen Braun selbst auf der Bühne stand. Den weitesten Weg hatten Shatterhand aus Schottland auf sich genommen. Die Punk Rock-Formation beendete ihre Sommer Tour mit dem Auftritt in Böbing.

Abwechslungsreich war es, was geboten wurde: Neben den klassischen Instrumenten Gitarre, Bass und Schlagzeug waren Klänge von Posaune, Trompete, Saxophon und Mundharmonika zu hören. Und auch ein Megaphon kam zum Einsatz.

Bunt gemischtes Publikum

Dass es auch den Besuchern gut gefallen hat, zeigte sich daran, dass vom Kindergartenkind bis zum Rentner alle Altersstufen vertreten waren. Und viele der Musik-Fans kamen, unbeeindruckt vom kalten regnerischen Wetter vom Freitag, tags darauf wieder.

Wer sich aufwärmen musste, konnte dies beispielsweise mit Chili Con Carne, veganem Chili, Pizza oder Kaffee tun. Zu etwas Besonderem wird das Böbing Openair auch durch die Möglichkeit, direkt neben dem Gelände zu campen. „Auch Festival-Liebhaber von außerhalb schätzen den familiären Flair“, hatte sich Braun schon vorab über den großen, teils auch überregionalen, Zuspruch gefreut. „Dieser Touch zeichnet uns im Vergleich zu überfüllten und ausgelutschten Massen-Events aus.“ Beleg dafür: Auch um 2 Uhr nachts war aus dem einen oder anderen Zelt noch Musik und Gelächter zu hören. Und auch die Bands sind gerne in Böbing. „Alle waren happy, dass sie so gut betreut wurden und die Leute so super drauf sind.“

Entscheidend, und das betont Braun, sei, dass ganz Böbing hinter dem Event stehe. „Die Böbinger sehen das Openair als ‚ihr‘ Festival an“, der Ort beweise mit großem Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, dass es weitergehen soll mit dem BOA.

So ist es auch zu erklären, dass das musikalische Jahres-Highlight seit 2016 ein zweitägiges Festival ist. Die Idee war als Besonderheit zum 30. Geburtstag des Events im letzten Jahr aufgekommen und wurde auf Wunsch der Besucher und der Böbinger auch bei der neuerlichen Auflage beibehalten.

Nächste Auflage fest im Blick

Einen Termin für das nächste Jahr gibt es zwar noch nicht – denn das Festival wird nach den Vorhersagen des Bauernkalenders geplant – aber es wird weitergehen, da ist sich Braun ganz sicher. Allein die Atmosphäre unter den Gästen entschädige für die großen organisatorischen Mühen. „Ich persönlich würde mir auch im Alltag oft ein so friedliches und positives Miteinander wünschen, wie es auf dem BOA herrscht.“

sl

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