"Es hat sich gelohnt"

Neuer Job für Thomas Rohrmann

+
Da schien die Zukunft noch ungewiss: Schon nach wenigen Tagen musste Thomas Rohrmann Skandinavien per Fähre verlassen, kurz darauf war sein Projekt endgültig vorzeitig beendet.

Schongau – Dass er nur einen kleinen Bruchteil seiner „Across Europe“-Tour, einmal zu Fuß vom Nordkap bis Messina, meistern konnte, nagt an Thomas Rohrmann. Dennoch war das gescheiterte Abenteuer ein Erfolg, findet der Schongauer. Denn ein Ziel hat er erreicht: Seit Dienstag vergangener Woche ist ein neuer Job in trockenen Tüchern.

„Einige Reaktionen waren schon heftig“, findet Rohrmann. Jede Menge Mails seien nach seiner Heimkehr ins Postfach geflattert, die meisten positiv. Doch eben nicht alle. „Ein paar Leute haben gemeint, mir vom Kanapee aus, ohne je mit mir geredet zu haben, schreiben zu müssen, was ich alles falsch gemacht habe.“ Dabei seien einige Fomulierungen keiner guten Kinderstube entsprungen.

„Das waren aber Ausreißer, über die ich hinweg komme. Ansonsten läuft alles super“, freut sich der 57-Jährige. Die in der skandinavischen Kälte erlittene Erfrierung sei abgeheilt, auch die Knieverletzung kein größeres Thema mehr. Und das Beste: „Seit Dienstag habe ich meinen Traumjob“, verrät Rohrmann. Sein Vorhaben, sich als Arbeitsloser fortgeschrittenen Alters für ein neues Engagement bei Arbeitgebern in Stellung zu bringen, sei voll aufgegangen.

Raus aus den Wanderstiefeln, rein in den Zwirn: Am 1. Juli startet der 57-Jährige in sein neues Berufsleben.

Zehn Stellenangebote seien an ihn herangetragen worden, fünf Vorstellungsgespräche führte er. Am Dienstag vergangener Woche war dann alles klar: „Es ist mein Traumjob“, jubelt Rohrmann, der wie schon bei zurückliegenden beruflichen Stationen als Vertriebler im Außendienst tätig sein wird.“ Am 1. Juli beginnt das neue Kapitel.

Sein neuer Chef hatte sich gleich am Anfang der Tour gemeldet, von unterwegs aus schickte der Schongauer seinen Lebenslauf ab.

„Es ist genau, was ich mir gewünscht habe“, die Chemie habe sofort gepasst. Doch klar sei auch: „Ohne die mediale Aufmerksamkeit, die meine Tour bekommen hat, hätten wir nie voneinander gehört.“ Dabei gebe es neben vielen Arbeitssuchenden in einer ähnlichen Situation auch Unternehmen, die sich vergeblich erfahrendes Personal wünschten. „Da weiß aber eine Seit nix von der anderen.“

Sportlich setzt sich Rohrmann erst einmal kleinere Ziele: „Ich will wieder Marathon laufen. Und irgendwann die Tour durch Schweden nachholen. Dass das nicht geklappt hat, hat mich am meisten geärgert.“

Auch interessant

Meistgelesen

Das Pizzakarton-Problem
Das Pizzakarton-Problem
Das Wichtigste ist ein Stuhl
Das Wichtigste ist ein Stuhl
"Wildschweinbestände drastisch reduzieren"
"Wildschweinbestände drastisch reduzieren"
Neuer Förderverein unterstützt Krankenhäuser im Landkreis
Neuer Förderverein unterstützt Krankenhäuser im Landkreis

Kommentare