Nun doch Grundstücksverkauf

Kehrtwende bei der Basiliwiese

+
Nun also doch: Nach der Absage in der vergangenen Woche hat sich die Eigentümerin der Basiliwiese am Sonntag zum Verkauf an die Gemeinde entschieden.

Peiting – Kehrtwende im Fall des Baugebiets Basiliwiese in Peiting! Nachdem die Marktgemeinde letzte Woche die Verhandlungen für eingestellt erklärt hatte (wir berichteten), ist die Eigentümerin zusammen mit ihren drei Töchtern, die alle in Peiting zu Hause sind, nun doch mit dem Verkauf der Grundstücke einverstanden. Die Zusage erfolgte am Sonntag bei einer Tasse Kaffee, als Bürgermeister Michael Asam und dessen Stellvertreter zur besten Frühschoppenzeit bei den Eigentümern zu Gast waren.

Nach Informationen des Kreisboten hat am Sonntagmorgen die Familie vom früheren Basilihof um ein erneutes Gespräch ersucht. Weil sie telefonisch nicht durchklingeln konnte – die private Nummer von Michael Asam steht nicht im Telefonbuch und das Handy hatte er noch nicht eingeschaltet – läutete jemand aus der Familie bei ihm zu Hause. Asam informierte dann den zweiten Bürgermeister Franz Seidel. Mit ihm machte er sich auf zum Gespräch mit der Eigentümerin und mit den drei Töchtern.

Nun wolle man möglichst im März einen Termin beim Notar vereinbaren, erklärt der Rathaus­chef gegenüber unserer Redaktion. Bei dem Gespräch am Sonntag sei nicht mehr über Bedingungen verhandelt worden. Es sei vielmehr darum gegangen, die Verkaufsabsicht zu bekunden – und zwar zu den Konditionen, wozu schon in der vorletzten Sitzung des Gemeinderates informiert wurde.

6,2 Hektar groß

Mit der Zusage kann die Marktgemeinde Peiting die Ausweisung von zirka 45 Grundstücken auf der Basiliwiese angehen. Insgesamt hat das Areal, das sich zwischen Peitnach und Füssener Straße sowie zwischen Ortskern (Meierstraße) und Bachfeld befindet, genau 6,2 Hektar. Davon entfallen 24.000 Quadratmeter auf Bauland, halb so viel (12.000 Quadratmeter) auf Verkehrsflächen. 16.000 Quadratmeter sind für den Gemeinbedarf bestimmt. Und entlang der Peitnach müssen 10.000 Quadratmeter als Überschwemmungsfläche freigehalten werden.

„Die Gemeinbedarfsflächen sind Gold wert,“ bekundet Bürgermeister Michael Asam. Wie berichtet, soll dort eine Tagesstätte mit drei Gruppen errichtet werden. Sie soll mal den baufälligen und beengten Kindergarten am Rathaus ersetzen. Die Grundstücke für Gemeinbedarf sind auf der Nordseite der Basiliwiese vorgesehen, wo es nicht mehr weit zur Ortsmitte ist.

Es gibt wohl die Überlegung, anstelle des bestehenden Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt an der Bahnhofstraße ein neues Gebäude auf der Basiliwiese zu bauen. Der bisherige Gebäudekomplex der großen Einrichtung ist schon weit über 40 Jahre alt. Eine Sanierung wäre mit größtem Aufwand verbunden. Bürgermeister Michael Asam wollte diesen Gedanken nicht kommentieren.

Gutachterpreis

Der Ankauf der Basiliwiese wird auf der Basis eines Gutachterpreises erfolgen. Diese Bewertung ist schon erfolgt. Vorgesehen sind bei den 2,4 Hektar für Bauland nur Einfamilien- bzw. Doppelhäuser. Die Hälfte davon, also ungefähr zwei Dutzend Grundstücke, verkauft die Gemeinde; die andere Hälfte kann die Eigentümerfamilie auf dem freien Markt anbieten.

Alle Gestehungskosten werden auf die Käufer umgelegt. Dies heißt: Auch die Schallschutzwand, die entlang des Wellenfreibades an der unteren Basiliwiese errichtet werden muss und deren Kosten auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt werden, wird sich letztlich im Quadratmeterpreis niederschlagen. Das betrifft die Grundstücke der Gemeinde genauso wie die Flächen, die von der Eigentümerfamilie angeboten werden.

„Wirklich erfreulich, dass es zur Einigung gekommen ist“: So äußert sich zweiter Bürgermeister Franz Seidel im Nachgang zu der Kehrtwende und zu dem Gespräch am Sonntag. Es sei dabei „überhaupt nicht ums Taktieren gegangen“. Gegenstand sei die Bereitschaft zum Verkauf der Basiliwiese gewesen. Die Konditionen habe niemand mehr thematisiert. Es sei ein „angenehmes Gespräch“ gewesen, resümiert Seidel über die Runde beim Kaffee. 

jj

Auch interessant

Meistgelesen

Mit dem "Ferkel-Hubsi" auf Reisen
Mit dem "Ferkel-Hubsi" auf Reisen
Peitinger SPD nominiert Annette Luckner offiziell 
Peitinger SPD nominiert Annette Luckner offiziell 
Musizieren leicht gemacht: In nur fünf Wochen ein Musikstück spielen
Musizieren leicht gemacht: In nur fünf Wochen ein Musikstück spielen
Schongauer Jäger appellieren an Spaziergänger und Naturfreunde
Schongauer Jäger appellieren an Spaziergänger und Naturfreunde

Kommentare