Mit einigen Einschränkungen:

Saunaland im Schongauer Plantsch ab Samstag wieder geöffnet

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Die Gäste kehren ins Saunaland mit seinem Saunagarten zurück. Der dortige Besuch läuft aber anders ab als zuletzt gewohnt.

Schongau – Manchmal geht es schneller: Erst Ende Mai hieß es aus dem Schongauer Plantsch, man halte die Türen wohl noch länger geschlossen. Dass man die bayerische Wiedereröffnung der Freibäder zum 8. Juni nicht würde mitgehen können, war aufgrund laufender Revisionsarbeiten unumstößlich, der Zeitpunkt der Erlaubnis zur Öffnung der Sauna noch völlig offen. Doch dann ging es schnell: Schon ab Samstag darf auch im Plantsch wieder geschwitzt werden. Das beschloss der Verwaltungsrat am gestrigen Mittwoch. Doch einige Änderungen werden die Gäste hinnehmen müssen.

Freiwillige Maßnahmen, die über die behördlichen Auflagen hinausgehen, ergänzen diese. Die Sauna nimmt ihren Betrieb wieder täglich von 10 bis 22 Uhr auf. Veranstaltungen oder Sondertermine wie Damensauna und Vollmondsauna-Abende entfallen weiterhin.

Außerdem werde das übliche Tarifsystem in der Krisenzeit komplett abgeschafft, erläutert Plantsch-Chef Andreas Kosian. Stattdessen gibt es ausschließlich vergünstigte Vier-Stunden-Tarife (15 Euro für Erwachsene, 11 Euro für Kinder). So soll etwas Einfluss auf die Verweildauer der Gäste genommen werden. „Damit die vorerst auf 100 Gäste begrenzte Maximalanzahl möglichst vielen Bürgern zugutekommt“, so Kosian. Wer länger bleiben will, bezahlt nach Ablauf seiner vier Stunden pauschal 10 Euro nach, die Verweildauer ist dann nicht mehr begrenzt. Der solange einzige Rabatt ist der bei Zahlung mit Geldwertkarten. Sämtliche ausgegebenen Dauerkarten mit Gültigkeitszeiträumen nach dem 15. März 2020 werden zurückgenommen und ihr Wert in Form eines Gutscheins erstattet. Ihre Nutzung ist ab sofort nicht möglich. Auf ausdrückliches Verlangen kann der Gutschein ausbezahlt werden. „Wir bitten aber um Verständnis, dass dies gegebenenfalls erst erfolgen kann, wenn wieder ausreichend Bargeld in den Kassen vorhanden ist“, schildert Kosian. Denn die Bargeldbestände in der Pandemiezeit werden sehr knapp gehalten. „Die Geschäftsführung bittet alle Kunden darum, nach Möglichkeit auf die Barauszahlung zu verzichten, um dem Betrieb nicht noch mehr Liquidität zu entziehen, als dies in den letzten Monaten durch die Erlösverluste ohnehin schon geschehen ist.“

Die weiteren Auflagen und Einschränkungen auszugsweise in der Übersicht:

• Das freiwillige Tragen einer Maske wird dort, wo es möglich ist, empfohlen. Eine Pflicht herrscht aber in allen Bereichen, in denen Straßenkleidung getragen wird, sowie in der Gas­tronomie, außer am Tisch selbst.
• Jeder Gast muss Duschgel oder Seife bei sich haben und in den Duschen nutzen.
• Minderjährige dürfen erst ab dem 14. Geburtstag unbegleitet ins Plantsch.
• Aus jedem Hausstand muss mindestens eine Person vor dem Gang zur Kasse ein Kontaktdaten- und Infoblatt lesbar ausfüllen, das zur Verfolgung von Infektionsketten für 30 Tage im Plantsch verwahrt wird. Es kann unter www.plantsch.de heruntergeladen werden und ist ausgedruckt und ausgefüllt mitzubringen.
• Weder eigene Haartrockner, noch die des Plantschs dürfen benutzt werden.
• Aufgüsse dürfen abgehalten werden, jedoch ohne Verwedlung.
• Infrarotsaunen und Dampfbäder dürfen bis auf weiteres nicht betrieben werden.
• Jede Sauna muss mindestens mit 60 Grad Celsius betrieben werden. Die Verneblung in der Solegrotte bleibt aus, dafür wird dort die Temperatur erhöht.
• Stellenweise kann der Zugang zu Attraktionen durch Aushang in Hinblick auf Maximalpersonenzahlen begrenzt sein.
• In der Gastronomie gilt eine angepasste Speisekarte. Die Anzahl der vorhandenen Tische und Sitzplätze ist deutlich reduziert.
• Das Angebot an Ruheliegen fällt deutlich kleiner aus.
• An Engstellen oder in Wartebereichen gelten Einbahnregelungen.
• Sämtliches Bezahlen erfolgt möglichst bargeldlos. Innerhalb des Plantsch kann ausschließlich mit dem Eintritts­chip oder der
Geldwertkarte bezahlt werden, an der Hauptkasse mit EC-Karte, Geldwertkarte und Plantsch-Gutscheinen. Nur wenn unvermeidbar, wird Barzahlung akzeptiert.

Die Badewelt inklusive Freibad wird in etwa vier Wochen wieder öffnen, blickt Kosian voraus. „Geplant ist derzeit die Betriebs­aufnahme für Samstag, 25. Juli.“ Seit dem heutigen Donnerstag ist unter www.plantsch.de die neue Homepage des Plantsch erreichbar. Dort wird die jeweils verfügbare Anzahl an Tickets aktuell angezeigt. „Somit ist ein Besuch gegebenfalls besser planbar“, sieht Kosian einen Mehrwert für die Gäste. Eine Reservierung von Tickets wird vorläufig nicht verlangt und auch nicht angeboten.

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