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Nach der Brandkatastrophe von Urspring: Großes Dankeschön

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Von: Hans-Helmut Herold

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Brand Feuer Urspring danach
Fünf Wochen sind vergangen. Die große Scheune ist mit Planen provisorisch abgedeckt, die landwirtschaftlichen Geräte stehen immer noch auf Freiflächen. © Herold

Urspring – Es war ein Einsatz gegen die Zeit. Einer, den niemand, der herbeieilte, je vergessen wird. Bei einem Großbrand inmitten von Urspring bei Steingaden waren Ende Juli mehr als 200 Kräfte der umliegenden Feuerwehren zur Bekämpfung der Flammen vor Ort. An sie und alle anderen Helfer geht ein großes Dankeschön.

Neben den Feuerwehren waren Rettungsdienste, Notärzte, Kräfte des Technischen Hilfswerks sowie der Polizei und des Kriseninterventionsteams vor Ort. Hand in Hand versuchten sie alle, eine Katastrophe in der Gemeinde zu verhindern. Der Schaden auf dem landwirtschaftlichen Anwesen geht in die Millionenhöhe.

Gute vier Wochen sind nunmehr vergangen, in denen dem Brandgeschädigten Michl Klein unendlich viele Gedanken durch den Kopf gerast sind. Vor allem nachts, wenn er ein wenig zur Ruhe gekommen ist, kreisen seine Gedanken um die bangen Minuten, Stunden und Tage danach, wo er und seine Familie so viel Hilfe erfahren durften.

Anlass jetzt für Michl Klein, selbst ein wenig Ruhe zu finden, um sich bei all den Kräften zu bedanken. Einfach ist das deswegen nicht, weil er dabei keinesfalls jemanden der vielen Helfer vergessen will.

Lange Helferliste

Das Dankesschreiben ist ein Flugblatt, welches von der Familie selbst in Umlauf gebracht wird. Der Dank kommt von Herzen: „Nur durch das schnelle Alarmieren, Anrücken und den erstklassigen Einsatz der Einsatzkräfte konnte noch Schlimmeres verhindert werden“, schreibt Michl Klein. Er kann die Lage beurteilen. Schließlich war er lange Jahre Kommandant der örtlichen Feuerwehr.

Der ganzen Familie tue es unendlich leid, dass es auch Verletzte gab. Alle hoffen, dass diese wieder wohlauf sind und sie sich gut erholt haben. „Gerade hier kann man erkennen, dass das wichtige Ehrenamt nicht ungefährlich ist und großen Respekt verdient“, so Michl Klein.

Auch für die Schäden, die durch das Feuer und auch Lösch­wasser in unmittelbarer Nachbarschaft entstanden sind, entschuldigt sich Klein und hofft, dass alles möglichst schnell wieder in Ordnung gebracht wird.

Großer Dank auch an die Familien, Verwandten, Freunde, Nachbarn, Bekannten und Helferinnen und Helfer, die sich um die Tiere kümmerten und ihnen einen sicheren Unterstand zukommen ließen. Natürlich auch Dank für den Maschinen- und Fuhrparkeinsatz, der nicht selbstverständlich war.

„Uns haben auch die vielen Geld-, Sach-, und Futterspenden förmlich vom Hocker gerissen“, formuliert es Gabi Kösle, die Schwester von Michl Klein. Sie hat mit ihrer Familie in der Garage einen Versorgungsplatz für die Rettungskräfte eingerichtet. „Von Getränken, Kuchen, Braten und Eis war alles mit dabei, was uns vorbeigebracht wurde“, so Gabi. „Es war so berührend, wie Ihr uns in unserer Not beigestanden seid“, ergänzt sie.

Großer Zusammenhalt

Die große Sorge von Michl Klein und seiner Frau Andrea: „Wir hoffen, wir haben keinen vergessen.“ Sohn Michael und Katrin ergänzen, dass man all denen, die so uneigennützig den Brandgeschädigten zur Seite standen, zutiefst dankbar ist. „Was für ein Zusammenhalt – danke!“

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