So geht es weiter

Die nächsten IKEK-Schritte

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Vitale Ortskerne – hier der Marktplatz von Steingaden – sind eines der Hauptanliegen der Bürger in den sieben IKEK-Gemeinden. Das ergab eine große Befragung.

Landkreis – Die Erstellung des gemeinsamen Interkommunalen Entwicklunsgkonzepts (IKEK) für Böbing, Burggen, Bernbeuren, Wildsteig, Rottenbuch, Steingaden und Prem schreitet voran. Die Auswertung der Haushaltsbefragung ist abgeschlossen (wir berichteten), nun legte die Lenkungsgruppe das weitere Vorgehen fest.

Die sieben Kommunen hatten im Sommer 2017 in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern das Planungsbüro Leuninger & Michler aus Kaufbeuren beauftragt, ein IKEK zu erarbeiten. Ein solches ist Grundlage für För­dergelder. Denn ein wesentliches Ziel des Projektes liegt darin, in das Städtebau-Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit im Netzwerk“ von Bund und Ländern aufgenommen zu werden.

„Auf diesem Wege wird das Ziel verfolgt, dass projektrelevante kommunale Investitionen und Förderprojekte von der Städte­bauförderung finanziell unterstützt werden“, erklärt Georg Krönauer von der Verwaltungsgemeinschaft Steingaden in einer Pressemitteilung.

Von Dezember bis Februar war eine Haushaltsbefragung im Postkarten-Format durchgeführt worden. Zirka 580 Postkarten mit rund 1.400 Anregungen, Wünschen und Ideen konnten hernach ausgewertet werden. Drei wesentliche Schwerpunktthemen haben sich im Ergebnis der Haushaltsbefragung herauskristallisiert, fasst Dr. Stefan Leuninger zusammen: Nahversorgung, die Ortszentren mit ihrer wichtigen Treffpunkt- und Versorgungsfunktion sowie Verkehr (wir berichteten).

Xaver Wörle, Bürgermeister der federführenden Gemeinde Steingaden, zeigt sich erfreut über den insgesamt guten Rücklauf: „Wir haben damit eine weitere gute Grundlage, um Projekte zu entwickeln, die allen Kommunen zu Gute kommen.“

Am Mittwoch vergangener Woche traf sich die Lenkungsgruppe des Kooperationsprojektes, bestehend aus den sieben Bürgermeistern, der Regierung von Oberbayern und dem beauftragten Planungsbüro, in Steingaden. „Die Bürgermeister wollen auf Basis der Haushaltsbefragung zügig Nägel mit Köpfen machen“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.

Diskutiert wurde der Aufbau einer interkommunalen Sanierungsberatung, insbesondere um den Immobilieneigentümern einen qualifizierten Fachberater zur Seite zu stellen. „Es geht auch darum, Eigentümer zur Sanierung der Immobilie zu motivieren und auf Fördermöglichkeiten sowie sonstige Rahmenbedingungen hinzuweisen“, erläutert Bürgermeister Wörle. Das Planungsbüro Leuninger & Michler wurde beauftragt, hierzu ein Maßnahmenpaket zu erarbeiten und mit der Regierung von Oberbayern abzustimmen.

Projektfahrplan steht

Grundsätzlich ist vorgesehen, das Projekt in Form von Beschlussfassungen in den politischen Gremien in den Orten im Herbst 2018 abzuschließen. „Damit haben alle sieben Kommunen eine fachliche Grundlage, um für das Jahr 2019 bereits erste Förderanträge zu stellen“, erläutert Stadtplanerin Annegret Michler.

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