Starke Beeinträchtigung vermieden

Schongaus Norden nicht durch Wasserschutzgebiet einengen

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Das Wasserschutzgebiet der Gemeinde Hohenfurch wird nicht mehr so weit auf Schongauer Flur reichen.

Schongau – Bereits seit sieben Jahren beschäftigt den Schongauer Stadtrat das von der Gemeinde Hohenfurch geplante Wasserschutzgebiet. Weil es die Entwicklung im Norden der Lechstadt stark beeinträchtigt hätte, hat sich das Gremium bisher immer dagegen ausgesprochen. Jetzt konnte das Gebiet verkleinert werden.

Wäre das Wasserschutzgebiet so verwirklicht worden, wie 2011 von der Gemeinde Hohenfurch beabsichtigt, hätte das massive Einschränkungen für den Norden der Stadt bedeutet. Denn die Schutzzonen wären zum größten Teil auf Schongauer Flur gelegen. Zwar hätte eine Ausweisung von Wohn-, Misch- und Gewerbegebieten stattfinden können, jedoch nur unter erheblichen Auflagen, wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich erklärte. Vor allem bestimmte belästigende Gewerbebetriebe, wie Tankstellen, chemische Betriebe oder Autowaschanlagen wären untersagt worden. Solche Betriebe hätten dann in dem geplanten Industriegebiet im Schongauer Norden nicht mehr verwirklicht werden können.

Deshalb stimmte die Stadt damals gegen die Ausweisung des Schutzgebietes. Nun haben alle Beteiligten offenbar eine einvernehmliche Lösung gefunden. Denn die Wasserversorgung von Schongau und Hohenfurch wird nun durch drei Brunnen im südwestlichen Teil des Denklinger Forstes unterstützt. Die Gemeinde Denklingen (Landkreis Landsberg) hat im April grünes Licht für die Wasserentnahme gegeben.

Dadurch kann die Wasserentnahme bei Brunnen 1, der sich im Süden der Schönach-Gemeinde befindet, durch die Gemeinde Hohenfurch reduziert und damit das Wasserschutzgebiet in seiner Ausdehnung verkleinert werden.

Diese Lösung fand bei allen Stadträten Anklang. „Die alte Form wäre ein massiver Eingriff gewesen“, befand Michael Eberle (CSU). Gleichzeitig könne er auch Vorteile für die Gemeinde Hohenfurch erkennen. „Die Planungen dort sind jetzt offen.“ Auch Friedrich Zeller (SPD) plädierte dafür, weitere Entwicklungen für den Schongauer Norden zu bedenken. Grundsätzlich „nicht falsch“ fand es auch Bettina Buresch (ALS). Dass sich dort solch belästigendes Gewerbe ansiedeln könnte, stimmte sie „nicht sonderlich froh“.

asn

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