Nach 16 Jahren ist Schluss

Bürgermeister Paul Huber mit der scheidenden Stadträtin Brigitte Ressle und ihrem Lebensgefährten Markus Loth (v. li.). Foto: Peters

Am Dienstag verfolgte Brigitte Ressle den Beginn der Stadtratssitzung von einer ihr ungewohnten Position. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Weilheimer Bürgermeister Markus Loth, hatte sie bei den Zuschauern Platz genommen und nicht bei ihren Parteikollegen von der UWV. Der Grund: Nach 16 Jahren hatte die 47-Jährige vor kurzem ihren Abschied aus dem Gremium bekannt gegeben, das sie nun gebührend verabschiedete.

Lange durfte Ressle dann doch nicht hinten sitzen bleiben, denn Schongaus zweiter Bürgermeister Paul Huber, der den erkrankten Karl-Heinz Gerbl vertrat, bat die 47-Jährige und Loth alsbald nach vorn. In einer kurzen Rede bedankte sich Huber für das langjährige Engagement Ressles. Ihr Schwerpunkt habe immer im sozialen Bereich gelegen, wie es ihre Funktion als Jugend- und Seniorenreferentin in den ersten beiden Wahlperioden verdeutliche, erinnerte der Bürgermeister, ehe er der langjährigen Stadträtin die goldene Ehrenmedaille der Stadt sowie eine Urkunde und einen Blumenstrauß überreichte. Ressle, die ihren Wohnsitz mittlerweile von Schongau nach Weilheim verlegt hat, ließ es sich – sichtlich bewegt – nicht nehmen, sich ebenfalls bei ihren Stadtratskollegen zu bedanken. „Es war eine konstruktive Zeit, manchmal mit Höhen und Tiefen. Aber wir haben immer gut zusammengearbeitet“, blickte die Erzieherin zurück. „Dafür ein herzliches Vergelt’s Gott.“ Leer wird Ressles Platz am Tisch im Rathaussaal freilich in Zukunft nicht bleiben. Ihre Nachfolgerin auf der UWV-Liste stand am Dienstag schon parat. Monika Maucher verfolgte Ressles Verabschiedung von der Zuschauerbank, ehe Huber anschließend auch sie nach vorne bat, um den Amtseid zu leisten. Kurz geriet Maucher dabei ins Stocken. Man merkte ihr die Nervosität in der ungewohnten Rolle an. Sie habe eine schlaflose Nacht hinter sich, gab die frischgebackene UWV-Stadträtin hinterher zu. Jetzt freue sie sich aber auf eine gute Zusammenarbeit. Dass diese nicht immer reibungslos ablaufen muss, machte Huber seiner neuen Kollegin schnell klar: „Ich kann Ihnen nicht garantieren, dass Sie in Zukunft keine schlaflosen Nächte mehr haben.“

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