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Nach Schockanruf: Böbingerin übergibt hohe Summe an Betrüger

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Von: Astrid Neumann

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Telefon
Bargeld und Goldmünzen im Gesamtwert von bis zu 50.000 Euro übergab die Böbingerin den Telefonbetrügern. © Symbolfoto: Panthermedia/Gajus-Images

Böbing - Erneut erbeuteten Betrüger mit der Masche „Schockanruf“ in den letzten Tagen bei zwei Opfern aus dem Landkreis Weilheim-Schongau hohe Bargeldsummen, Gold und Schmuck. Der Beuteschaden liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich. Die Polizei warnt zum wiederholten Mal vor der perfiden Betrugsmasche.

Mit unterdrückter Telefonnummer rief am Dienstag, 27. September, ein Unbekannter bei einer Frau in Böbing an und erzählte ihr, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem jemand überfahren und tödlich verletzt worden wäre. Um die Untersuchungshaft zu vermeiden, müsse eine Kaution im fünfstelligen Bereich hinterlegt werden. Verstärkt wurde die dramatische Mitteilung dadurch, dass die angebliche Tochter am Telefon aufgelöst weinte. Die Frau übergab am vereinbarten Ort an einen Unbekannten Bargeld und Goldmünzen im Gesamtwert von bis zu 50.000 Euro. 

Auch in Penzberg schlugen Betrüger zu: Ein angeblicher Polizeibeamter rief am vergangenen Freitag, 23. September, bei einer Frau in Penzberg an und erzählte ihr, dass ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall jemanden tot gefahren habe und sie jetzt eine hohe Kaution bezahlen solle, damit ihr Sohn nicht ins Gefängnis müsse. Die Frau übergab daraufhin an eine Unbekannte an einem vereinbarten Übergabeort im Nachbarlandkreis Gold und Schmuck im Wert von etwa 100.000 Euro.

Die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd führt in zahlreichen Verfahren von Callcenter-Betrugsfällen die polizeilichen Ermittlungen. Diese gestalten sich in diesem Phänomenbereich meist schwierig. Die Callcenter, von denen aus die Anrufe bei den Opfern getätigt werden, befinden sich in vielen Fällen im Ausland. Betroffene Opfer melden sich zudem meist erst dann bei der Polizei, wenn die Geldabholer samt der Beute sprichwörtlich „über alle Berge“ sind.

Seit langem warnt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd vor dieser perfiden Betrugsmasche und veröffentlicht regelmäßig die nachfolgenden Verhaltenstipps:

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